“Know the Glow” – mit diesem Motto möchte eine Facebookseite auf eine ganz spezielle Krebsart aufmerksam machen

Wir erhielten Anfragen zu einem Statusbeitrag auf Facebook.

Dieser ist zwar auf Englisch, jedoch wurde das Thema bereits im Juni 2016 auch hierzulande diskutiert. Es geht um ein Foto, auf dem angeblich eine Krankheit erkennbar sei – allein durch die Aufnahme eines Blitzlicht-Fotos.

Es geht dabei um folgenden Beitrag:

Know the glow – it’s World Retinoblastoma Awareness Week. That white glow in her pupil is what made us aware that something was wrong. Ultimatley, Ania lost her eye to this cancer. Please be aware and share.

Kenne diesen Glanz – es ist Welt-Retinoblastom-Bewusstseins-Woche. Dieser weiße Glanz in der Pupille machte uns aufmerksam, dass etwas nicht stimmte. Am Ende verlor Ania ihr Auge an diesen Krebs. Bitte sei dir bewusst und teile dies.
(*Übersetzung der Redaktion)

[vc_message message_box_color=“green“ icon_fontawesome=“fa fa-check“]Ja. Das stimmt. Es handelt sich also um keinen Fake.[/mk_info]

Faktencheck:

Die Kinderaugenkrebsstiftung hat dazu folgendes veröffentlicht:

image

Test: Retinoblastom oder nicht?

Ein einfacher Test – nämlich ein Blitzlichtphoto – kann Eltern zeigen, ob ihr Kind möglicherweise an einem Retinoblastom erkrankt ist. Wir möchten keine Panik machen, sondern aufklären. Wenn Sie Zweifel haben, suchen Sie einen Augenarzt auf.

Wie mache ich dieses Blitzlichtfoto so, dass ein möglicher Tumor erkannt werden kann?

Das Foto wird mit einer Blitzlichtkamera gemacht werden (am besten digital, siehe auch die APP). Wichtig bei dem Foto ist, dass es von vorne, d.h. frontal und natürlich mit eingeschaltetem Blitz gemacht wird. Die Funktion, die bei einer Digitalkamera den Rote-Augen-Effekt verhindert, muß für dieses Test-Photo ausgeschaltet sein. Auch sollte der Raum nicht hell sein, damit die Pupillen möglichst weit geöffnet sind. Nehmen Sie das Foto aus ca. 4 Meter Entfernung auf und verwenden Sie den Zoom um den gesamten Kopf des Kindes aufzunehmen. Machen Sie mehrere Fotos, aus unterschiedlichen Richtungen.

Bei gesunden Augen sollten beide den typischen von Blitzlichtfotos bekannten Roteffekt aufweisen.

Sollte das nicht der Fall sein, dann bitte das Photo einem Augenarzt mit dem Hinweis auf Retinoblastomverdacht vorlegen oder (am besten), in der Uni-Klinik Essen im Zentrum für Augenheilkunde vorstellig werden.

Hinweis: in den allermeisten Fällen zeigt sich eine weiße Pupille (Leukokorie) als früher Warnhinweis auf ein Retinoblastom. Dennoch gibt es wenige Fälle von RB Diagnosen, bei denen keine weiße Pupille auf Blitzlichtfotos zu erkennen war. Das liegt daran, dass die Tumore in diesen Fällen in der Peripherie des Augeninneren lagen und nicht zentral auf der Netzhaut.

MIMIKAMA
Quelle: Kinderaugenkrebsstiftung

Achtung Fehlalarm:

MIMIKAMA
Quelle: Kinderaugenkrebsstiftung

Weiterführende Links zu diesem Thema:

Klinik für Kinderheilkunde – Universitätsklinikum Essen


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