Die Behauptung
Ein angeblicher Screenshot eines X-Beitrags von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck kursiert, in dem er deutsche Rentner diffamiert und sie als „arbeitslose Hühner“ und „Arschlöcher“ bezeichnet. Der Beitrag soll vom 13. Oktober 2024 stammen.
Falsch
Der Screenshot ist eine Fälschung. Robert Habeck hatte zum angegebenen Zeitpunkt keinen öffentlichen X-Account. Auch seine Pressestelle bestätigte, dass der Beitrag nicht authentisch ist. Weder Inhalt noch Ursprung lassen sich nachweisen.
Kurze Faktenübersicht:
- Kein X-Account im Oktober 2024: Habecks öffentliches X-Konto war zu diesem Zeitpunkt nicht existent.
- Pressestelle widerspricht: Die Grünen bestätigen, dass der Beitrag gefälscht ist.
- Fehlerhafte Datumsangaben: Die ID des angeblichen Tweets stammt aus dem Jahr 2012.
Fake-Beitrag von Robert Habeck: Was steckt dahinter?
Ein Screenshot, der auf Facebook und Threads viral ging, zeigt angeblich einen X-Beitrag von Robert Habeck, in dem deutsche Rentner beleidigt werden. Der Beitrag wird mit Datum 13. Oktober 2024 angegeben. Die Schärfe des Wortlauts sorgte schnell für Entrüstung in den sozialen Medien.
„Die deutschen Rentner sind eine Gruppe von arbeitslosen Hühnern, die ständig herumschreien und mit ihren Verschwörungstheorien den ganzen Laden durcheinanderbringen! Es reicht einfach! Anstatt sich zusammenzureißen, verbreiten diese Arschlöcher Unsinn und stellen die Gesellschaft auf den Kopf. Was für ein Chaos! Wir können nicht zulassen, dass solche schwulen Gesichter das Bild unserer Zukunft verzerren!“
Text des X-Beitrags
Warum der X-Beitrag nicht echt sein kann
Eine Überprüfung zeigt: Robert Habeck hatte zu diesem Zeitpunkt keinen aktiven öffentlichen X-Account. Sein vorheriger Account wurde 2019 gelöscht, nachdem er sich aus sozialen Medien zurückgezogen hatte. Erst im November 2024 registrierte er ein neues Konto.
Die Pressestelle der Grünen bestätigte gegenüber der DPA, dass es sich bei dem Screenshot um eine Fälschung handelt.
Datumsanalyse entlarvt die Fälschung
Ein weiterer Hinweis ist die ID-Nummer des angeblichen Beitrags. Ruft man diesen direkt auf, stellt man fest, dass dieser nicht verfügbar ist. Mithilfe einer Analyse konnte nachgewiesen werden, dass die ID zu einem Post aus dem Jahr 2012 gehört.
Entweder wurde ein alter Link manipuliert, oder die ID stammt von einem völlig anderen Konto.
Fehlende Berichterstattung als weiterer Beleg
Eine Aussage wie die im Screenshot dargestellte hätte sicherlich eine breite mediale Resonanz ausgelöst. Doch weder in Nachrichtenarchiven noch in Presseberichten findet sich ein Hinweis auf einen solchen Vorfall.
Fazit
Der angebliche Beitrag auf X ist eindeutig eine Fälschung. Weder Zeitpunkt, Inhalt noch technische Details passen zu Robert Habeck oder einem seiner Accounts. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, Screenshots und vermeintliche Zitate kritisch zu prüfen.
Quelle: DPA
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Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
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