Zu diesem Foto, das auf Facebook geteilt wurde und Tim im Rollstuhl neben einem Hitachi Bagger zeigt, haben wir Zuschriften erhalten.

Die Anfrage dazu lautete sinngemäß, dass dies top sei. Allerdings sei etwas unvorstellbar, wie das funktionieren soll. „Wenn die Baggerkabine angehoben wird, wo steht die dann? Entweder davor, oder in einer Höhe von … ?? Macht für mich keinen Sinn.“
Unser Rechercheteam hat daraufhin die Tasten glühen lassen und Tims Geschichte gefunden.
Umbau eines Baggers
Tim Knutsen aus Enebakk, Norwegen, ist seit einem Autounfall im Jahr 2006 von der Hüfte abwärts gelähmt. Dies hatte große Auswirkungen auf seinen Job, denn Tim war Baggerfahrer. Mit seinem Rollstuhl war es ihm unmöglich, die Fahrerkabine zu erreichen.
Sein Chef Nikolai Jakhelln engagierte sich jedoch dafür, dass Tim weiterhin seinen Job ausführen konnte und ließ die Baumaschine dementsprechend umbauen.
Dies wurde in einem Video auf der Seite „rb.no“ im Jahr 2014 veröffentlicht. Hier sieht man (ab ca. Min. 00:20), wie Tim in die Fahrerkabine des schweren Gefährts einsteigt.
Später im Video (ab ca. Min. 1:50) wird gezeigt, wie das Anheben der Fahrerkabine auf seinen Platz funktioniert. Was man im Foto, das uns zugesendet wurde, nicht gut erkennt, ist, dass hier ein Gelenk vorhanden ist. Dieses ist nötig, dass die Kabine gleichzeitig nach oben, aber auch nach hinten gezogen werden kann, um an ihren Platz zu gelangen. So sieht man im Video ganz genau, wie der Bagger und die absetzbare Fahrerkabine funktionieren.

Den Umbau der Baumaschine übernahm die Firma NASTA, die auf ihrer Webseite ebenfalls davon berichtet:
„Nasta AS hat einen Raupenbagger geliefert, bei dem die Kabine auf den Boden abgesenkt werden kann. Die Kabinenlösung des 21 Tonnen schweren Hitachi ZX210LC-5 erleichtert Maschinenbediener Tim Knutsen somit den Weg zu seinem Arbeitsplatz.“
Quelle: NASTA, 2014
Tims Fall ist nicht der Einzige. Auch in Deutschland war ein Baumaschinenfahrer von einer Querschnittslähmung betroffen. Rafael versuchte sich deshalb als Schmuck- und Uhrenmacher. Doch diese Aufgabe machte ihn nicht glücklich. Als er seinen ehemaligen Chef fragt, ob es irgendeine Möglichkeit gäbe, wieder in seinen alten Job zurückzukehren, wird hier ebenfalls umgebaut.
Für den 25-Tonnen-Radlader baut eine sächsische Firma einen Lift ein, für den Rollstuhl gibt es einen Seilzug.
„Es gibt da immer nur zwei Möglichkeiten: entweder den Kopf in den Sand stecken oder weitermachen.“
Rafael Spitz, Quelle: SWR, 2018
Quelle: rb.no, NASTA, SWR
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