Ein Smartphone, ein Foto und eine Geschichte, die zwar für sich selbst wahr sind, aber am Ende nicht gleichzeitig passiert sind. Es geht um den Sadio Mane.
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Ein Smartphone, ein Foto und eine Geschichte, die zwar für sich selbst wahr sind, aber am Ende nicht gleichzeitig passiert sind. Es geht um den Liverpool-Spieler Sadio Mane.
Die Zusammenfassung zu Sadio Mane und das Smartphone:
Auf einem Bild sieht man den Fußballspieler Sadio Mane und ein Smartphone mit gesplittertem Display. Die dazu erzählte Geschichte stammt aus einem Interview aus dem Herbst 2019, jedoch ist sie keine Antwort an einen Fan. Das Foto selbst wurde erst im Dezember 2019 veröffentlicht.
Es geht um Bescheidenheit, Nachhaltigkeit und Werte im Leben, wenn man reich ist. Reich dürfte für viele Menschen grundsätzlich eher eine Definitionssache sein, jedoch dürfte man bei Sadio Mane durchaus von finanziell wohlhabend sprechen.
In diesem Kontext ist nun ein Foto aufgetaucht, auf dem der Mann in Diensten des FC Liverpool zu sehen ist. Gleichzeitig sieht man einen weiteren Gegenstand: Sein Smartphone! Dieses Smartphone weist ein zerbrochenes Display auf. Zu dem Foto gibt es entsprechend eine virale Geschichte:
Sadio Mane, The Liverpool Star aus dem Senegal (jährlich etwa 10.2 Millionen Dollar verdient), hat der Welt eine Lektion in Bescheidenheit erteilt, nachdem einige Fans ihn mit einem geknackten iPhone gesehen haben. Seine Antwort ist legendär:
“ Warum sollte ich zehn Ferraris, 20 Diamantuhren und zwei Düsenflugzeuge haben wollen? Was würde das für die Welt tun? Ich hungerte, ich habe auf den Feldern gearbeitet, barfuß gespielt und ging nicht zur Schule. Jetzt kann ich Menschen helfen. Ich baue lieber Schulen und gebe armen Leuten Essen oder Kleidung. Ich habe Schulen [und] ein Stadion gebaut; wir stellen Kleidung, Schuhe und Lebensmittel für Menschen in extremer Armut zur Verfügung. Zudem gebe ich 70 Euro monatlich an alle Menschen aus einer sehr armen senegalesischen Region, um einen Beitrag zu ihrer Familienwirtschaft zu leisten. Ich brauche keine Luxusautos, Luxusheime, Reisen und sogar Flugzeuge anzuzeigen. Ich bevorzuge es, dass meine Leute ein wenig von dem erhalten, was mir das Leben geschenkt hat,“ sagte Mane.
Sadio Mane und das Smartphone
Sadio Mane und der Luxus
Kurz zum Kettenbrief: Abgesehen davon, dass die Zahl von 10,2 Millionen Dollar nirgends belegt ist (man spricht eher von 5,7 Millionen €), hat Mane jedoch die Aussage über den Luxus getätigt.
Nicht gegenüber Fans sagte er das, sondern bereits im Oktober 2019 gegenüber einer afrikanischen Zeitung. Dieser Artikel und das Zitat ist auf den 13 Oktober 2019 datiert (vergleiche). Das englische Original lautet:
„Why would I want 10 Ferraris, 20 watches or 2 planes? I survived hard times, played football bare-footed, did not have an education. But today I can help my people build schools, stadiums and buy clothes and food. I prefer to give out what life has given me.”
Über das Engagement Manes schreibt unter anderem auch der Kurier, darin findet sich auch die Aussage des Spielers über den Luxus (siehe hier). Ebenso hat die Deutsche Welle das Handeln von Mane in einem Artikel beschrieben (hier).
Was hat das Smartphone damit zu tun?
In erster Linie hat das Smartphone mit dem gesplitterten Display damit nichts zu tun, denn das Foto mit dem Smartphone steht in keinem zeitlichen Zusammenhang mit seiner Aussage.
Dennoch gibt es eine Interessante Geschichte zu dem Smartphone, die am Ende dann doch in den Zusammenhang gesetzt werden kann: Das Smartphone hat Mane Anfang Oktober 2019 geschenkt bekommen (siehe hier), dass Foto mit dem zersplitterten Display ist erst im Dezember 2019 veröffentlicht worden.
Obschon Mane genug Geld für ein neues Smartphone hätte, ist er auf dem Foto mit dem beschädigten Modell zu sehen. Hier zumindest schließt sich inhaltlich der Kreis.
Dennoch bleibt zu erwähnen: Nein, Mane hat die Aussage über Luxus nicht gegenüber Fans getroffen, nachdem dieses Foto aufgenommen wurde.
Andre Wolf ist Kommunikationsexperte und Pressesprecher von Mimikama,
Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Er vertritt Mimikama
in Medienauftritten und leitet Workshops zu Medienkompetenz und
der Erkennung von Desinformation.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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