Nichts geht schneller als das Vergessen. So scheint es zumindest bei Menschen zu sein. Das Internet ist da jedoch anders: es vergisst nie!
Und nun haben wir den Salat: die in Medien und Facebookmeldungen groß angekündigten Massenvergewaltigungen haben nicht stattgefunden. Natürlich nicht, es waren im Grunde diese Massenvergewaltigungen, wie sie in vielen Warnungen gehyped wurden, auch gar nicht geplant (siehe Kranker Blogger verbreitet Panik). Was im Vorfeld durch Medien und Statusmeldungen auf Facebook und Twitter ausgesagt wurde, traf am 6. Februar 2016 nicht ein. Was jedoch übrig geblieben ist, sind einzelne Warnmeldungen, welche in Form von Screenshots weiter durch das Netz geistern (werden). So wie diese wohl berühmteste Warnung:
Das Problem: man kann diese Warnung jeden Tag ganz toll aufs Neue verteilen. Selbst wenn der Originalbeitrag längst gelöscht ist, so bleibt der Screenshot davon unkontrolliert erhalten. Die fatalen Stellen haben wir einfach mal markiert.
Gestern, gerade, heute, Samstag
So entstehen “Legenden”. Urbane Legenden, die auf Jahre hinweg in den Sozialnetzwerken für Unruhe sorgen können. Zum einen, weil man längst vergessen hat, worauf sie sich beziehen (Wahnsinn, nicht wahr? In der gesamten Statusmeldung ist nicht ein Wort zu einer Begründung zu lesen), zum anderen ist diese Meldung und ihr Screenshot so allgemein gehalten, dass er täglich aufs Neue gepostet werden könnte.
Gestern ist immer, heute ist immer und Samstag ist auch jede Woche. Und gerade ist sowieso immer. Das ist der Stoff, aus dem Urbane Legenden gemacht sind. Dramatisch, unpräzise und unwahr. Aber dauerhaft gültig. Daher nochmal deutlich: die Warnung trag für “Samstag” keinerlei Gültigkeit!
Epilog
Ebenso traurig an dieser Geschichte: im Vorfeld des 6. Februars gab es ein weltweites Medieninteresse an den Treffen der Anhänger von Roosh V. Diese Treffen wurden sehr gerne als “Vergewaltigertreffen” dargestellt, obwohl in ihrer ursprünglichen Beschreibung davon überhaupt nie die Rede war.
Und dann kam der 6. Februar 2016 und es geschah rein gar nichts. Ok, ein wenig geschah schon: es gab Demonstrationen gegen Roosh V. Aber wo war da das Medieninteresse auf einmal? Warum hat es dann auf einmal niemanden interessiert, dass weltweit gegen sein Frauenbild protestiert wurde? Waren es dann doch zu wenig Menschen? Waren die Demonstrationen nicht dramatisch genug?
Und wenn man nun wieder den Blick in Richtung Roosh V. wendet (vor dem ja Anfang Februar jeder gewarnt hat, der jetzt aber scheinbar wieder unwichtig geworden ist), so tut dieser das, was er immer gemacht hat: provozieren und über alle lachen!
Protest against me in Glasgow https://t.co/21L9X7NNxr Bunch of fatties and freaks, as you would expect
— Roosh (@rooshv) 7. Februar 2016
Berlin protest https://t.co/BlK11cz1m6 These people didn’t protest the Cologne rapes… shameful
— Roosh (@rooshv) 7. Februar 2016
Protest in Wellington, New Zealand. They look how you expect. pic.twitter.com/Fgrz7T0AlL
— Roosh (@rooshv) 6. Februar 2016
Es scheint, als habe man der falschen Person die Medienaufmerksamkeit geschenkt.
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


