Betrug gab es schon immer: Ein Scam von 1876

Achtung: Betrug hat eine lange Geschichte! Mimikama deckt auf, wie bereits 1876 Menschen mit Scams in die Falle gelockt wurden. Jetzt informieren

Wer glaubt, dass „Scam“ ein Phänomen der Neuzeit ist, hat sich geirrt: In einer alten Zeitung findet sich ein 142 Jahre alter Betrug!

Jenes hübsche Posting fanden wir auf Facebook:

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Schwindel. Daß es noch immer Leute gibt, welche trotz aller Warnungen dem handgreiflichsten Schwindel aufsitzen, beweist folgender Vorfall: In den Monaten Juli bis inclusive November 1875 und Jänner 1876 gelangten aus Bilbao und St. Andrä bei Bayonne, aus Burgos, Santander, Kloster St. Bernhard und Castro deutsch geschriebene Briefe an die Adresse des Benedikt Duschl in Sighartstein und der Amalia Frauenschuh in Henndorf, gefertigt „Wilhelm Haller“ des Inhaltes, daß im Sighartsteiner Bräuhause ein aus Thalern, Gold und Edelsteinen bestehender Schatz im Werthe von 20.000 Thalern verborgen sei, welcher Schatz von ihm gefunden werden könnte, wenn er die Mittel zur Reise besitzt. – Unter dieser Vorspiegelung und des Versprechens der Theilung schickte Amalia Frauenschuh nach und nach 82 fl., ohne bisher von dem Briefschreiber weitere Nachricht zu besitzen.“

Auch damals gab es also Vorschußbetrug!

Den Empfängern der Briefe wurde anscheinend ein Anteil an dem Schatz von 20.000 Talern versprochen, wenn sie die Reise des Betrügers finanzieren… und sie sahen wohl ihr Geld nicht mehr wieder.

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Ist das echt?

Ja, tatsächlich stand diese Meldung auf Seite 3 des „Salzburger Volksblatt“ vom 30. Mai 1876.

Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org

Also aufpassen: Ob es damals ein dubioser Brief war oder heute Kredite mit niedrigen Zinsen und der afrikanische Prinz mit dem Millionenerbe:

Zeiten ändern sich. Menschen nicht.

 


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