Betrüger verwenden Schockanrufe, um Geld von ihren Opfern zu erpressen. In diesem Fall gab sich der Betrüger als ein Sohn aus, der an der Delta-Variante des Coronavirus erkrankt war.
Am Dienstagnachmittag (13. Juli) erhielt eine 82-jährige Seniorin aus Pulheim einen Schockanruf eines Unbekannten. Dieser gab sich als Sohn der Rentnerin aus und täuschte vor, an der Delta-Variante des Coronaviruses erkrankt zu sein.
Die Masche
Angeblich müsse er mit einem Hubschrauber aus dem Urlaub in eine Klinik geflogen und dann mit einem noch nicht freigegebenen Medikament behandelt werden. Dazu benötige er eine hohe Summe Bargeld. Während der Anrufer das Gespräch noch eine halbe Stunde aufrechterhielt, suchte die 82-Jährige Schmuckstücke und Bargeld im Haus zusammen. Die Wertgegenstände holte nur wenig später eine etwa 30 Jahre alte und recht kleine Frau mit schwarzen Haaren an der Wohnanschrift der Seniorin ab. Die Abholerin soll eine rundliche Figur haben.
Der unbekannte Schockanrufer war mit der Höhe des Bargeldbetrags jedoch noch nicht einverstanden und forderte die Seniorin auf die restliche Summe bei der Bank abzuheben. Als die Seniorin noch am gleichen Tag das Geld bei der Bank zur Abholung bestellten wollte, fiel einer skeptischen Mitarbeiterin der Bank auf, dass es sich um einen Betrug handeln könnte. Sie kontaktierte den Sohn der 82-Jährigen, der bestätigte, dass es ihm gut gehe und es sich bei dem Anrufer augenscheinlich um einen Betrüger handelte. Die Seniorin erstattete Anzeige auf einer Polizeiwache.
Die Polizei sucht Zeugen
Die Ermittler des Kriminalkommissariats 12 bitten Zeugen, die gegen 16 Uhr im Bereich der Friedenstraße, dem Lindenplatz, Am Blauen Stein, Am Grünen Weg oder der Alten Kirchstraße die beschriebene Frau gesehen haben oder weitere Hinweise zur Tat geben können, sich unter der Rufnummer 02233 52-0 oder per Mail an poststelle.rhein-erft-kreis@polizei.nrw.de zu melden.
Bleiben Sie skeptisch bei Schockanrufen!
Die Polizei Rhein-Erft rät bei solchem Schockanrufe skeptisch zu bleiben, vor allem wenn man Sie zu Verschwiegenheit auffordert. Machen Sie keine Angaben zum eigenen Vermögen. Legen Sie auf und kontaktieren Sie Ihre Angehörigen bzw. die Person, die bei Ihnen angerufen haben soll unter einer Ihnen bekannten Rufnummer. Übergeben Sie keine Wertgegenstände an Unbekannte. Wählen Sie selbst die 110 und lassen Sie sich nicht mit der Polizei durch den Anrufer verbinden. Betrüger nutzen mittlerweile nicht mehr nur das persönliche Gespräch am Telefon, sondern auch Messanger-Dienste und die Möglichkeit der SMS, um mit Ihrer Masche zum Erfolg zu gelangen.
Quelle: PP / Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis
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