Es ist Frühling, und überall siehst du Enten und Schwäne mit ihren Kindern laufen. Es sieht gemütlich aus, bis etwas Trauriges passiert.
„Angeblicher Mord an einer Schwanenmutter in Den Haag – letzte Meldungen des Verfassers: Täter Afghanischer Flüchtling wurde gefasst. Ich würde gerne wissen ob es sich hierbei um eine Fakemeldung handelt.“ So klingt die Frage von einem User über den folgenden Facebook Bericht.
Aber in diesem Beitrag steht nichts über einen afghanischen Flüchtling!
Nein, das stimmt, in diesem Beitrag steht nur, dass diese Schwanenmutter von einem Menschen schwer verletzt wurde.
Wollen wir mal in den Kommentaren schauen, warum dann über einen afghanischen Flüchtling gesprochen wird.
Im Wortlaut:
„Bin gerade in Holland, das ist hier das Thema. Der Täter ist gefunden worden, ein Flüchtling aus Afghanistan. Er begründete die Tat mit allgemeinen Frust.“
Nun ist die Autorin aber Niederländerin…
Googlen wir mal nach dem „Thema des Tages“! Und in der Tat kommen wir auf einige Berichte über diesen Vorfall. Wir können aber nichts über den Täter finden. Nach einer Weile suchen, beschlossen wir, die Presseabteilung der Polizei in Den Haag anzurufen. Pressesprecher Ferry van der Meer hat uns die folgende Erklärung gegeben:
„ Am Samstag, den 4. Juni ist eine Schwanenfamilie auf einem Parkplatz am Madesteinweg in Den Haag von einem unbekannten Auto angefahren worden. Der weibliche Schwan ist leider 20 Minuten später an ihren Verletzungen verstorben. Er ist derzeit nichts über den Unfallverursacher bekannt. Die Polizei ist noch immer auf der Suche nach Zeugen.“
Fazit:
Es ist sehr traurig, dass ein Tier stirbt, was wir als Menschen vielleicht hätten verhindern können. Und jeder hat auch das Recht, ein gewisses Gefühl wie Trauer oder Wut dazu zu haben. Aber Hass zu säen in einem Kommentar, mit der Behauptung, dass es ein Flüchtling war, während die Polizei nicht mal selber weiß, wer es getan hat, ist einen Schritt zu weit.
Am nächsten Morgen nach dem schrecklichen Verlust schwammen die drei kleinen Schwäne noch ein wenig unsicher hinter ihrem Papa. Wir hoffen, dass sie trotz allem noch ein langes und glückliches Leben haben.
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