„Seeing Al“: Microsoft stellt neue App für Blinde vor

Die neue App von Microsoft bietet Sehbehinderten wertvolle Unterstützung, indem sie Objekte erkennt und beschreibt. Erfahren Sie mehr auf Mimikama

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Software analysiert Objekte und beschreibt Lage für Sehbehinderte

Microsoft hat mit „Seeing Al“ eine neue Smartphone-App vorgestellt, die mittels Künstlicher Intelligenz das Geschehen im Umfeld für Sehbehinderte beschreibt.

Der Nutzer richtet seine Smartphone-Kamera auf eine Person, einen Gegenstand oder Geldnoten.

Das Programm scannt das jeweilige Objekt und beschreibt es daraufhin im Detail.

Derzeit nur für iOS

„Diese App ist nicht die erste ihrer Art, die meisten davon sind eine recht große Hilfe und werden auch genutzt. Blinde oder Sehbehinderte, die mit so etwas überfordert sind, nutzen es ohnehin nicht“,

erklärt Andrea Wahl, Beraterin beim Wiener Blinden- und Sehbehindertenverband, im Gespräch mit pressetext.

Microsoft hatte bereits im März 2016 einen Prototypen der App präsentiert, aber erst seit kurzem ist sie für iOS in den USA als Download verfügbar. Ein Freigabedatum für Android-Geräte gibt es noch nicht.

Die App ist vom Funktionsumfang her vielfältig.

Sie erkennt bekannte Personen, kann das Alter und die Gefühle von Fremden einschätzen, Haushaltsprodukte durch das Scannen von Barcodes erkennen, Dokumente lesen und die US-Währung erkennen.

Vor allem das Geld-Feature ist für Blinde und Sehbehinderte äußerst nützlich, denn Dollarnoten haben ungeachtet des Wertes immer dieselbe Größe.

Neuronale Netzwerke

„Im deutschsprachigen Raum beziehungsweise Europa ist die Gelderkennung kein großes Problem für Sehbehinderte, denn Euro-Banknoten sind je nach Wert unterschiedlich groß, was den Umgang damit relativ einfach macht. Natürlich muss dieser erst einmal erlernt werden, danach ist Bargeld keine große Sorge mehr“,

erläutert Wahl gegenüber pressetext.

Das Programm verwendet neuronale Netzwerke, um die Welt um sich herum zu identifizieren. Für selbstfahrende Autos oder Drohnen wird dieselbe Technik verwendet.

Die Prozesse werden direkt auf der App ausgeführt, wodurch sie ausfallsicherer wird. Vor allem bei instabiler Internetverbindung ist dieser Ansatz sinnvoll.

Aber die komplexeren Vorgänge, wie das Beschreiben einer kompletten Situation oder das Erkennen von Handschriften, benötigen die Verbindung zur Cloud.

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