Wie läuft die Betrugsmasche ab?

  • Sie inserieren ein Produkt. Jemand meldet sich und möchte es kaufen. Sie stimmen zu, dass Sie es der Person verkaufen.
  • Sie werden um Ihre E-Mail-Adresse gebeten.
  • Sie erhalten ein E-Mail von „TeamShpock“. Das E-Mail sieht so aus, als würde es tatsächlich von Shpock kommen. In Wahrheit ist es aber gefälscht und betrügerisch.
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Screenshot: Gefälschtes E-Mail von „TeamShpock“
  • Im E-Mail steht, dass der Käufer bzw. die Käuferin die „Transaktion erfolgreich erfüllt hat“ und Sie den Kauf bestätigen müssen. Dafür können Sie auf einen Button klicken.
  • Wenn Sie auf den Button klicken, landen Sie angeblich auf der „offiziellen Auszahlungsseite von Shpock“.

Was passiert auf der gefälschten „Auszahlungsseite“?

Auf der „Auszahlungsseite“ ist Ihr Produkt, der Kaufbetrag und Daten der Käufer:innen bereits angelegt. Es wirkt alles professionell. Im Folgenden sehen Sie zwei Screenshots von gefälschten „Shpock-Auszahlungsplattformen“.

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Screenshots: Gefälschte „Auszahlungsseiten“ von Shpock.

Die Kriminellen gehen besonders raffiniert vor. Auf dieser Auszahlungsseite gibt es nämlich auch einen Live-Chat. Dort leiten Sie die Kriminellen genau an, was Sie nun tun müssen.

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Screenshot: Live-Chat auf der gefälschten Auszahlungsseite mit Anweisungen.

Sie werden angewiesen, Ihre Bankdaten einzugeben und die Zahlung in Ihrer Banking-App (in diesem Fall s Identity) freizugeben. Im Chat erklärt man Ihnen, dass Sie das Geld bekommen, wenn Sie den Betrag in der App bestätigen. In Wirklichkeit geben Sie aber eine Zahlung frei und überweisen an die Kriminellen.

Diese Betrugsmasche gibt es auf allen gängigen Kleinanzeigenplattformen. Lesen Sie, wie Kriminelle auf WillhabenVinted oder im Facebook Marketplace vorgehen.

Wie schütze ich mich vor Betrug beim Verkauf?

  • Kommunizieren Sie immer über das Nachrichtenportal der Plattform.
  • Übermitteln Sie Käufer:innen keine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse von Ihnen. Der Kaufprozess wird in der App abgeschlossen.
  • Wenn Sie E-Mails von der Kleinanzeigenplattform bekommen, kontrollieren Sie die E-Mail-Adresse. Sind Sie sich unsicher, ob es die echte Adresse ist, vergleichen Sie sie mit früheren Mails der Plattform.
  • Wenn bei früheren Verkäufen der Ablauf ein anderer war, sollten Sie misstrauisch sein! Brechen Sie den Verkauf lieber ab und trauen Sie Ihrem Bauchgefühl.
  • Seien Sie skeptisch, wenn Käufer:innen Sie zu einem bestimmten Vorgehen drängen wollen. Werden Käufer:innen aufdringlich, gibt es wohl einen Grund dafür: Ihnen Geld zu stehlen!
  • Geben Sie niemals Zahlungen in Ihrer Banking-App frei. Wenn Sie Geld erhalten, müssen Sie das in keinem Fall in Ihrer App bestätigen oder annehmen.
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Ich habe überwiesen, was kann ich tun?

  • Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank. Möglicherweise kann die Überweisung gestoppt werden.
  • Erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei.

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Quelle:

Watchlist Internet

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)