Wer den Begriff „Centipede“ (Hundertfüßler) nur aus einem Film kennt, dessen zweiter Teil in Deutschland beschlagnahmt wurde, weswegen wir den Titel nicht nennen, wird klar antworten können, dass Centipede und Tausendfüßler viel weniger Beine haben… zumindest, wenn sie aus Menschen gemacht sind. Hier geht es aber um die krabbelnden Gliederfüßer, die vom Namen her schon sehr vielbeinig sein sollen.
Und wieviele sind es tatsächlich?
Wäre schön, wenn wir jetzt einfach nur eine Zahl schreiben könnten, denn dann wäre der Artikel jetzt fertig. Es ist allerdings ein wenig komplizierter. Die Anzahl der Beinchen der Tausendfüßler variiert sehr stark, jedoch sind es nie exakt 100 und niemals so viele wie 1000. Gemäß dem National Park Service haben Tausendfüßler weniger als 36 bis 400 Beine, Centipeden von weniger als 20 bis mehr als 300.
Der Körper eines Tausendfüßlers besteht aus einzelnen Segmenten, wobei jedes Segment nur ein Beinpaar hat. Sie sind Gliederfüßer, das heißt, sie haben ein nicht lebendes Exoskelett. Daraus sollte eigentlich zu schließen sein, dass sie immer eine gerade Anzahl von Beinen haben, oder? Tja, nicht so bei Centipeden!
In der embryonalen Phase bilden sich bei Centipeden pro Segment zwei Beinpaare, also vier Beine. Beim ersten Segment wird jedoch das erste Beinpaar zu einer Giftklaue umgebildet, sodass das erste Segment also nur ein Beinpaar (zwei Beine) hat. Die Anzahl der Beinpaare ist somit immer ungerade! Sollte ein Centipede also 100 Beine besitzen, müsste er 50 Beinpaare haben – und das geht nicht wegen des ersten Segments.
Tausendfüßler oder Tausendfüßer?
Da wir schon ahnen, dass dazu Kommentare auf Facebook kommen werden:
Streng logisch wäre Tausendfüßer korrekt, da es sich ja um eine Untergattung der Gliederfüßer handelt, allgemein wird aber der Name Tausendfüßler verwendet. Laut Duden sind beide Bezeichnungen korrekt.
Ein wichtiger Unterschied zwischen Tausend- und Hundertfüßlern!
Hat viele Beine und krabbelt… muss ich mehr wissen? Ja, müsst ihr!
Die sehr verbreiteten Tausendfüßler bewegen sich eher langsam, da sie kurze Stummelbeinchen haben. Zudem können sie nicht beißen oder stechen: Zur Verteidigung rollen sie sich einfach zusammen, um die empfindlichen Beinchen zu schützen. Zudem sind sie im Gegensatz zu den Centipeden Vegetarier.
Centipede hingegen sieht man seltener, da sie zumeist nachtaktiv sind und sich tagsüber unter Steinen und totem Holz verstecken, da sie schnell Körperfeuchtigkeit verlieren. Zudem haben sie, wie oben bereits erwähnt, ein Paar Giftklauen, exotische Exemplare können sogar Kaninchen oder kleine Affen töten. Am Hintern haben viele Arten auch zwei Sinnesorgane, die wie Fühler aussehen, aber eben nach hinten gerichtet sind.
Wenn ihr aber mal einen Centipeden entdecken solltet: Nicht töten, denn die Tierchen sind wirksame Schädlingsbekämpfer! Wenn sie sich aber allzu stark vermehren, könnt ihr einfach Kieselerde-Pulver in Wasser auflösen und den Boden damit besprühen, dann halten sich die Krabbler fern.
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