Die Anfragen bezüglich Telefonbetrug häufen sich im Moment. Dabei verwenden die Betrüger sehr ähnliche Drohungen, um den Angerufenen einzuschüchtern.
Neu ist diese Methodik nicht, schon seit Jahren versuchen Betrüger am Telefon den Angerufenen ein “Ja” zu entlocken, um ihnen das Geld aus der Tasche ziehen zu können.
Momentan hat es den Anschein, dass Betrüger wieder vermehrt auf Telefonabzocke setzen.
Doch was kann man tun, um kein Opfer dieser Masche zu werden?
Quelle: Emailanfragen Mimikama Screenshot
Bild im Klartext:
“Hallo, mich hat die Nummer 030989877643 angerufen und sich vorgestellt mit “Austragungsregister”.
Ich hätte irgendwann eine verbotene Internetseite aufgesucht (kino.to) und müsste jetzt sofort bestätigen, dass die “Behörde” mich austrägt und dafür müsste ich 129 € an den Postboten zahlen. Ansonsten kommt es zur Anzeige, welche eine Strafe von 500 – 1000 € nach sich zieht, oder sogar Gefängnis.
Ich bin schockiert und kann verstehen, dass einige darauf rein fallen. Bitte überprüfen sie das doch mal und benachrichtigen die Leute.
Vielen lieben Dank und Grüße”
So oder so ähnlich gehen die Betrüger vor.
Telefonabzocke
Diese Masche gibt es schon seit einigen Jahren und zwar mit unterschiedlichen Telefonnummern.
Der Verbraucherschutz verzeichnet seit mindestens 2013 solche Anrufe.
Die Betrüger versuchen durch Drohungen mit einer weitaus höheren Geldstrafe oder sogar Gefängnisaufenthalt die Angerufenen einzuschüchtern.
Oft zwingen sie ihre Opfer auch nur einfach “Ja” zu sagen, um dies als Zusage zu einem Vertrag oder ähnlichem zu missbrauchen.
Kurioserweise verändert sich der geforderte Betrag von 129 Euro sehr sehr selten.
Schuldeintreibung via Postbote – geht das denn?
An und für sich bietet die Post sehr wohl eine Dienstleistung an, die es einem ermöglicht, Geld vom Schuldner einzutreiben.
Stiftung Warentest schreibt ihr hierzu:
Einige Inkassobüros lassen Schulden vom Postboten gegen Nachnahme eintreiben. Die Gebühren dafür dürfen aber nur selten gefordert werden.
Veranschaulicht man dies in einem Beispiel, könnte ich meinem besten Freund einen Brief schicken und via Nachnahme Geld von ihm fordern, das der Postbote einkassiert und mir aushändigt.
Die Post prüft hierbei nicht, warum und wieso.
Im Falle von betrügerischen Inkassobüros sollte man natürlich niemals einer Nachnahmeforderung an der Haustür nachkommen.
Wie soll ich mich bei einem Anruf verhalten?
Wird man von solchen Betrügern angerufen, gibt es nur eine einzige richtige Methode, um diesen Halunken das Handwerk zu legen:
[vc_message message_box_color=“green“ icon_fontawesome=“fa fa-check“]“Bitte belästigen Sie mich nicht, ich möchte von Ihnen keine Anrufe erhalten”, dann auflegen. Ja und Nein vermeiden.[/mk_info]
Die Verbraucherzentrale NRW hat auf Nachfrage auch noch folgende Tipps gegeben:
„Bislang ist uns diese Rufnummer unbekannt. Da sich hinter dem Anrufer offensichtlich kriminelle Energie verbirgt, empfehlen wir Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Keinesfalls sollte man sich am Telefon dazu verleiten lassen, einen Geldbetrag an Dritte zu zahlen.
Für Fälle von untergeschobenen Verträgen am Telefon haben wir auch einen Musterbrief auf unserer Internetseite:
https://www.verbraucherzentrale.nrw/telefonbetrug-mit-ja
Viele Grüße”
Ergebnis:
Diese Betrugsmasche ist zwar nicht neu, kann aber sehr schnell in die Hose gehen, wenn die Anrufenden das Opfer mit einer Ja-Nein-Frage zu einer positiven Antwort zwingen.
Am besten bei Fragen wie “Hören Sie mich?” mit einer Gegenfrage antworten!
Ansonsten dem Anrufer mit “Bitte belästigen Sie mich nicht, ich möchte von Ihnen keine Anrufe erhalten” den Todesstoß versetzen.
Sollte man absolut überrumpelt einer solchen Betrugsforderung nachgekommen sein, sofort Anzeige bei der Polizei erstatten und den Verbraucherschutz zu Rate ziehen.
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


