Teurer und nutzloser Eintrag beim Register der Deutschen Marken

Schütze dich vor teuren Markenabzocke und informiere dich über Betrugsversuche. Mimikama bietet wertvolle Tipps und Warnungen für Unternehmer

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Wer einfach mal so 990 € versenken möchte, darf das gerne beim Register der Deutschen marken machen und für eine Markenanmeldung völlig sinnlos diesen Betrag nach Polen überweisen. Haben wir uns gerade ausgedacht? Nein, es handelt sich dabei um eine Abzockmethode, die viele Unternehmer per Post bekommen. Typischer Marken-Scam.

Bei dem folgend abgebildeten Schreiben handelt es sich also um einen Betrugsversuch! Wem die 990 € lieb und teuer sind, sollte unter keinen Umständen dieser Registrierung folgen:

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Auch ganz interessant zu lesen: das Schreiben legitimiert sich mit einem Verweis auf das Reichsgesetzblatt von 1896:

Gesetz, betreffend die Abänderung des Gesetzes über die Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften vom 1. Mai 1889, sowie den Geschäftsbetrieb von Konsumanstalten.

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen etc.

verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgten Zustimmung des Bundesraths und des Reichstags, was folgt […]

Zudem führt die angegebene Webseite “deutsche-marken. org” zu einer „under construction“ Seite eines polnischen Registrars.

Immer wieder dubiose Dienste

Es ist nicht das erste Mal, dass wir vor undurchsichtigen und teuren Diensten warnen. Neben vermeintlichen Markenanmeldungen trifft man auch häufig auf teure Branchenbuchdienste, die sehr gerne Behörden imitieren. Auch hier bauen diese Schreiben, welche per Post oder Fax eintreffen, einen behördlichen Charakter auf oder ahmen den  kostenfreien Auskunftsdienst “Gelbe Seiten” nach und erwirtschaften so jährlich hohe Beträge.

Man kann auch durchgehend beobachten, dass diese Art der Abzockfallen auf Papier erscheint, bzw. beim Empfänger in Papierform landet. Damit wird eine Scheinseriösität aufgebaut, welche in diesen Fällen natürlich nicht haltbar ist.

Abstand halten!

Wer solche Briefe oder auch Faxmitteilungen bekommt, sollte sich überlegen, was man da empfangen hat. Neben vermeintlichen Behörden und Diensten findet man im Netz auch eine Vielzahl an regionalen Branchenbüchern, welche auch teilweise sehr schlecht und unübersichtlich gegliedert sind, jedoch teuer ihre Plätze verkaufen.

Genaues Lesen hilft – hier geht es um viel Geld. Im Zweifel lieber Abstand von einem solchen Angebot nehmen.


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