Laut einem Bericht des Online-Magazins Hackread bietet die Hackergruppe ShinyHunters Datensätze von mehr als 560 Millionen Nutzern des Ticketverkäufers Ticketmaster zum Kauf an. Diese enthalten hochsensible Daten wie Kreditkarteninformationen, Klarnamen und (E-Mail-)Adressen. Eine endgültige Bestätigung von Ticketmaster, ob der Vorfall tatsächlich stattgefunden hat, steht noch aus.

Umfang des Datendiebstahls bei Ticketmaster

Die Hackergruppe ShinyHunters behauptet, insgesamt 1,3 Terabyte an Daten von Ticketmaster erbeutet zu haben. Diese werden im „BreachForums“, einem berüchtigten Hackerforum, für 500.000 US-Dollar angeboten.

Die Bandbreite der geleakten Daten macht diesen Vorfall besonders kritisch:
Neben Klarnamen, Adressen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern sollen auch Kreditkarteninformationen wie die letzten vier Ziffern der Kartennummer darunter sein.

Screenshot X @DarkWebInformer
Screenshot X @DarkWebInformer

Was Nutzer jetzt tun sollten

Ob sich der Vorfall tatsächlich so abgespielt hat, ist noch unklar. Auch eine offizielle Stellungnahme von Ticketmaster steht noch aus. Unklar ist auch, ob die Nutzer über den Vorfall informiert wurden. Dennoch sollten sich alle, die in der Vergangenheit Kunden der Ticketplattform waren, vor möglichen Konsequenzen in Acht nehmen.

„Die Menge an persönlichen Daten, die von dieser Sicherheitsverletzung betroffen sein könnten, macht den Vorfall für alle Beteiligten besonders beunruhigend. Da die sensiblen Informationen nun zum Verkauf stehen, müssen mögliche Betroffene äußerst vorsichtig sein.
Es ist jetzt wichtig, Passwörter zu ändern und Spam-E-Mails, -SMS und -Anrufe, die folgen könnten, zu ignorieren. Vorfälle wie diese können verheerende Folgen für die Nutzer haben, einschließlich Identitätsdiebstahl und Finanzbetrug.“

Jake Moore, IT-Sicherheitsexperte bei ESET

Ticketmaster und die IT-Sicherheit

Wie Hackread berichtet, war dies nicht der erste Cybersicherheitsvorfall für den Ticketanbieter: Bereits im vergangenen Jahr gab es einen Cyberangriff auf den Ticketverkauf für Konzerte der bekannten Sängerin Taylor Swift. Dies zeigt, dass Ticketmaster bereits in der Vergangenheit Schwierigkeiten hatte, seine Systeme vor Angriffen zu schützen.

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Fragen und Antworten

  1. Was sollten betroffene Nutzer tun, um ihre Sicherheit zu gewährleisten?
    Betroffene Nutzer sollten umgehend ihre Passwörter ändern, insbesondere für Konten, die dieselben Zugangsdaten wie bei Ticketmaster verwenden. Außerdem sollten sie auf ungewöhnliche Aktivitäten auf ihren Kreditkartenabrechnungen achten und verdächtige E-Mails, SMS und Anrufe ignorieren.
  2. Welche Daten wurden bei dem Hackerangriff gestohlen?
    Bei dem Hackerangriff sollen unter anderem Klarnamen, Adressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Kreditkarteninformationen wie die letzten vier Ziffern der Kartennummer gestohlen worden sein.
  3. Wie wahrscheinlich ist es, dass auch deutsche oder österreichische Nutzer betroffen sind?
    Da Ticketmaster auch Tickets für Konzerte in Deutschland und Österreich verkauft, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch deutsche oder österreichische Nutzer von diesem Datendiebstahl betroffen sind.
  4. Was macht den Vorfall besonders kritisch?
    Die Kombination aus der großen Anzahl betroffener Nutzer und der Sensibilität der gestohlenen Daten macht diesen Vorfall besonders kritisch. Persönliche Daten wie Kreditkarteninformationen können für Identitätsdiebstahl und Finanzbetrug missbraucht werden.
  5. Gibt es bereits eine offizielle Stellungnahme von Ticketmaster?
    Bisher gibt es noch keine offizielle Bestätigung von Ticketmaster, ob der Vorfall tatsächlich stattgefunden hat und welche Maßnahmen das Unternehmen ergreifen wird.

Fazit

Der Datendiebstahl bei Ticketmaster ist ein schwerwiegender Vorfall, der für die betroffenen Nutzer weitreichende Folgen haben kann. Besonders beunruhigend ist, dass sensible Daten wie Kreditkarteninformationen und persönliche Kontaktdaten gestohlen wurden. Die Nutzer sollten umgehend Maßnahmen ergreifen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten und wachsam gegenüber möglichen betrügerischen Aktivitäten sein.

Um sich in Zukunft besser zu schützen, ist es ratsam, Passwörter regelmäßig zu ändern und auf verdächtige Aktivitäten zu achten. Darüber hinaus sollten Nutzer informiert bleiben und gegebenenfalls auf offizielle Stellungnahmen von Ticketmaster achten.

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Quelle: ESET

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