Trojaner-Warnung! „Ursnif“-Trojaner versteckt sich in einer Word-Datei
In Deutschland landen derzeit vermehrt gefährliche Mails in den Posteingängen. Der darin enthaltene Trojaner „Ursnif“ kopiert unter anderem Log In-Daten.
📖Wie erkennt man schädliche Programme auf dem eigenen Gerät? Antworten finden Sie im Leitfaden Malware erkennen.
Aktuell vermehrt E-Mails mit gefährlichem Dateianhang in Umlauf
Trojaner-Warnung „Ursnif“ versteckt sich in einer Word-Datei – Das Wichtigste zu Beginn:
Aktuelle Trojaner-Welle im deutschsprachigen Raum durch Mail-Versand mit infizierten Dateien
Entpacken des Archivs und Öffnen des Word-Dokuments holt Trojaner auf Rechner
Gesundes Misstrauen bei derartigen Mails ist angebracht
Aktuelle Welle: Der Trojaner „Ursnif“ versteckt sich in einem Zip-Archiv, das eine Word-Datei enthält und als Dateianhang mit einer E-Mail versendet wird. Der Schädling hat es unter anderem auf Account-Daten abgesehen. In Deutschland landen derzeit auf den ersten Blick legitim aussehende Geschäftsmails in den Posteingängen. Im Anhang ein Zip-Archiv, in dem sich ein Word-Dokument befindet. Der darin enthaltene Banking-Trojaner „Ursnif“ soll auf Windows-PCs gebracht werden und kopiert unter anderem Log In-Daten.
Beispiel wie so eine E-Mail aussehen kann
Admins von Heise Online haben bereits darauf aufmerksam gemacht, auch haben Leser diesbezüglich Kontakt aufgenommen. Das Internet Storm Center warnt ebenfalls in einem Beitrag vor der Trojaner-Welle. Hier wird man auch informiert, wie man eine mögliche Infektion erkennen kann.
Antiviren-Programme können nicht alarmieren
Das Archiv ist passwortgeschützt, somit ist es Antiviren-Programmen nicht möglich, es zu scannen und den Nutzer zu alarmieren. Damit man das Archiv öffnen kann, erhält man im Mail das zugehörige Passwort.
Öffnet man den Dateianhang, dann wird man aufgefordert das Passwort hier einzutragen, welches in der E-Mail steht
Die Mails stammen teilweise von bekannten Absendern, beziehen sich auf bestehende Projekte in Firmen und wirken somit sehr glaubhaft.
Wie gelangt der Trojaner auf den PC?
Öffnet man das Archiv, lädt man ein Word-Dokument auf seinen Rechner, dass für den Trojaner-Download präpariert ist. Laut der Analyse-Plattform Virustotal schafft es zum Zeitpunkt der Meldung nur ein Bruchteil der Anti-Viren-Wächter, korrekt zu alarmieren. Öffnet man dann auch noch die Word-Datei, die oftmals als Rechnung getarnt ist, und aktiviert die Makro-Funktion wie im Dokument beschrieben, läßt man den Trojaner damit auf seinen Computer.
Diese Makros funktionieren grundsätzlich nur mit Microsoft Office. Bei LibreOffice und OpenOffice soll der Download des Trojaners nicht funktionieren. Makros sind in Word aus Sicherheitsgründen standardmäßig deaktiviert. Allerdings kann man diese aktivieren, was viele Angreifer ausnutzen. Den sicheren Umgang mit Doc-Dateien zeigt eine Meldung von heise Security.
Zuerst denken, dann klicken!
Bei Mails mit Dateianhang oder auch Links sollte man immer etwas misstrauisch sein. Gerade dann, wenn man eine solche Nachricht nicht erwartet, sollte man vor dem Öffnen der Anhänge oder vor dem Klicken auf Links eher vorab beim Sender nachfragen, ob dieses Mail tatsächlich von ihm stammt.
Quelle: Heise Online
Artikelbild: Shutterstock / Von one photo
Claudia Spiess ist Redakteurin und Designerin bei Mimikama,
Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Sie verbindet
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