Atompilz? Urlaubsfoto aus den 1960ern sorgt für Verwunderung

Ein angebliches Urlaubsfoto aus den 1960ern sorgt für Verwirrung. Mimikama klärt auf, dass es sich um einen Fake handelt und erklärt die Hintergründe

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Erlebten diese Touristen wirklich den Test einer Atombombe mit? Ein Urlaubsfoto soll angeblich genau dies zeigen.

Wir erhielten Anfragen zu einem Foto, das auf Facebook geteilt wird. Angeblich soll es ein Urlaubsfoto aus den 1960er Jahren sein, aufgenommen in der Wüste Nevadas.

An und für sich nichts Ungewöhnliches, wenn im Hintergrund nicht ein monströser Atompilz zu sehen wäre:

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Waren diese Menschen tatsächlich anwesend, als diese Bombe hochging?

Nein! Natürlich nicht. Es handelt sich hierbei um einen FAKE.

Ein Faktencheck

Um wen es sich bei den abgebildeten Personen handelt, war leider nicht zu ermitteln, auch nicht, an welcher Stelle sie hier genau stehen. Jedoch posieren sie etwas zu entspannt, um dem Glauben zu schenken, was scheinbar hinter ihnen passiert.

Die Form des Atompilzes würde jedoch nach Nevada passen, denn am 25. Mai 1953 um 15:30 Uhr, wurde eine nukleare Artilleriegranate namens “Grable” getestet, die von einem Geschütz gefeuert wurde. Es gibt archiviertes Bildmaterial, das genau jenem Atompilz entspricht, der auf dem Urlaubsfoto zu sehen ist. Der Test wurde im Zuge einer Operation mit dem Namen “Upshot Knothole” durchgeführt. Hinter diesem Begriff steht eine Testserie von Atomwaffen mit insgesamt 11 Bomben, wovon sieben bodennah und drei vom Flugzeug abgeworfen wurden.

Durchgeführt wurden die Tests auf der Nevada Test Site. Laut The Guardian sind in dieser Gegend keine Touristen erlaubt, die auf eigene Faust während der Tests durch die Wüste gurken und Fotos schießen:

The government still carries out classified work on the site, and access is limited to a small number of carefully vetted visitors each year, who are not allowed to take photographs. The Guardian was given extremely rare access to film at the site.

Die Regierung führt noch immer geheime Arbeiten auf dem Gelände durch, und der Zugang ist auf eine kleine Anzahl sorgfältig geprüfter Besucher pro Jahr beschränkt, die nicht fotografieren dürfen. The Guardian erhielt extrem seltenen Zugang zu Filmen an diesem Ort.
(*Übersetzung mit Hilfe von DeepL)

Es wurden aber, wie bei anderen Testreihen auch, zahlreiche Messinstrumente, Schafe und andere Tiere im Zielbereich deponiert, um die Auswirkungen der Detonationswelle sowie der Strahlung einschätzen zu können – keine Touristen inkludiert.

Zurück zur Erscheinung des Atompilz. “In Aktion” zu sehen ist er ebenfalls in diesem Bericht zu der Operation:

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Mehr Informationen

Wer jetzt noch immer Zweifel hat, dass dieses Urlaubsfoto nicht manipuliert wurde, sollte sich diesen Tweet ansehen:

Hier wird der Atompilz der Artilleriegranate “Grable” in das Urlaubsfoto hineingebastelt.

Ergebnis:

Das Urlaubsfoto wurde manipuliert und der Atompilz nachträglich eingefügt.

Es handelt sich hier um einen Test einer nuklearen Artilleriegranate im Zuge der Operation “Upshot Knothole”.


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