UV-Strahlen und Hautkrebs: Fakten und Risiken

UV-Strahlung erhöht das Hautkrebsrisiko. Faktencheck über die gefährlichen Mythen zum Thema Sonnenlicht und Sonnencreme.

Die Behauptung

Sonnenlicht hat heilende Wirkung und ist harmlos, während Sonnencreme Hautkrebs verursachen kann.

Falsch

Diese Behauptung ist falsch. Übermäßige UV-Strahlung fördert die Entstehung von Hautkrebs, während Sonnencremes einen wirksamen Schutz bieten.

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Sonnenlicht wird oft als Quelle der Gesundheit und des Wohlbefindens gepriesen, da es wichtig für die Produktion von Vitamin D ist. In den sozialen Medien wird jedoch fälschlicherweise behauptet, Sonnenlicht könne Krankheiten heilen und Hautkrebs verhindern, während Sonnencreme schädlich sei. Diese Fehlinformationen können gefährliche Folgen haben.

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Folgende Behauptungen kursieren im Internet

Sonnenlicht habe heilende Wirkung und könne Krankheiten wie Krebs heilen.
Hautkrebs werde durch Sonnencreme und nicht durch UV-Strahlung verursacht.
Sonnenschutzmittel seien gefährlich und krebserregend.

UV-Strahlen und Hautkrebs: Fakten und Risiken - Screenshot aus den sozialen Medien
Screenshot Facebook

Bewertung

Diese Aussagen sind wissenschaftlich nicht haltbar. Zahlreiche Studien belegen, dass UV-Strahlung die Hauptursache für Hautkrebs ist. Sonnencremes sind sicher und bieten einen wirksamen Schutz vor UV-Strahlung.

Sonnenlicht und Gesundheit

Es stimmt, dass Sonnenlicht die Produktion von Vitamin D anregt, das wichtig für das Immunsystem und die Knochengesundheit ist. Studien zu Vitamin D und verschiedenen Krankheiten wie Diabetes und Krebs haben jedoch keine eindeutigen heilenden Wirkungen gezeigt. Meist wurden in diesen Studien Vitamin-D-Präparate und keine direkte Sonnenbestrahlung eingesetzt.

UV-Strahlen als Risikofaktor für Hautkrebs

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bestätigen, dass UV-Strahlung ein wichtiger Risikofaktor für Hautkrebs ist. Insbesondere häufige Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Besonders gefährdet sind Menschen mit heller Haut und familiärer Vorbelastung.

Schutz vor UV-Strahlung

Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen
In den ersten Tagen starke Sonneneinstrahlung vermeiden und im Schatten bleiben.
Schutzkleidung, Kopfbedeckung und Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 verwenden.

Sicherheit von Sonnencremes
Sonnencremes enthalten Filter, die UV-Strahlen absorbieren oder reflektieren. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind diese UV-Filter sicher und es gibt keine Hinweise darauf, dass sie das Krebsrisiko erhöhen.

Eine Ausnahme bildet der Inhaltsstoff Octocrylen, der sich mit der Zeit in Benzophenon umwandeln kann, das als möglicherweise krebserregend eingestuft wurde. Produkte, die diesen Stoff enthalten, sind inzwischen verboten.

Weitere Informationen

Es ist wichtig, sich über den richtigen Umgang mit der Sonne zu informieren und Maßnahmen zum Schutz der Haut zu ergreifen. Sonnencremes sollten regelmäßig erneuert und bei sportlichen Aktivitäten oder beim Schwimmen häufiger aufgetragen werden. Bei verdächtigen Hautveränderungen sollte ein Hautarzt aufgesucht werden.

Fazit

Die Behauptung, Sonnenlicht heile Krankheiten und verursache keinen Hautkrebs, ist falsch und gefährlich. UV-Strahlung ist einer der Hauptauslöser von Hautkrebs. Sonnencremes bieten einen wichtigen Schutz und sind sicher in der Anwendung. Es ist wichtig, sich vor zu viel Sonne zu schützen und Fehlinformationen kritisch zu hinterfragen.

Quelle: dpa

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