Und wieder bekommen wir etliche Anfragen zu einem schockierenden Bild, das schon seit Jahren die Runde auf Facebook macht!

Es zeigt angeblich Blut saugende Vampir-Marienkäfer im Gaumen einer Hundeschnauze. Wir klären auf, was wirklich dahinter steckt.

Es handelt sich um dieses Bild, das bereits 2018 auf Facebook veröffentlicht wurde. Mittlerweile wurde es mehr als 125.000 mal geteilt. An den aktuellen Kommentaren erkennt man, dass dieses Bild noch immer viele Facebook-Nutzer beunruhigt.

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Das Bild ist schon einige Jahre alt und sorgt ungerechtfertigt für Panik in den sozialen Netzwerken. 2008 gab es einen dokumentierten Fall in Kalifornien. Von da dürfte auch das  Foto stammen, das in den sozialen Netzwerken kursiert.

Warum sind diese Marienkäfer in der Hundeschnauze?

Bei den gezeigten Käfern handelt es sich um den Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis), der zur Familie der Marienkäfer (Coccinellidae) gehört. Diese Art wurde Ende des 20. Jahrhunderts zur biologischen Schädlingsbekämpfung zunächst in die USA und dann auch in Europa eingeführt. Inzwischen tritt er an vielen Stellen massenhaft auf. Es besteht die Befürchtung, dass der Asiatische Marienkäfer einheimische Marienkäfer und auch andere Arten verdrängt.

Gerade im Herbst werden wir uns dieser Plagegeister bewusst, denn dann steigen sie massenhaft auf und besiedeln Häuserwände und andere Orte, die sich in den letzten Sonnenstrahlen erwärmen.

Bei Gefahr sondern diese Marienkäfer eine orange-gelbe Flüssigkeit (Hämolymphe) ab, die übelriechend ist und in seltenen Fällen eine allergische Reaktion hervorruft. Dass die Käfer sich in Hundeschnauzen festsaugen oder -kleben, kommt in der Regel nicht vor. Wie gesagt: Es gibt innerhalb der vergangenen zehn Jahre nur einen einzigigen dokumentieren Fall.

Die Flüssigkeit, die diese Käfer absondern, ist nicht nur übelriechend, sondern auch sehr bitter. Dadurch wird dieser Käfer für Fressfeinde sehr unattraktiv – und natürlich auch für unsere Haustiere.

Ein Befall ist somit so gut wie auszuschließen!

Ergebnis:

Es handelt sich hier um eine Halbwahrheit, die aus einem Einzelfall entwickelt wurde. Es ist anzunehmen, dass diese Halbwahrheit gerne als Clickbait oder Like-Sammel-Artikel verwendet wird, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Ja, es gibt diese Käfer. Und ja, es kam innerhalb von zehn Jahren ein Mal vor, dass solche Käfer in der Schnauze eines Hundes gefunden wurden. Allerdings stellt dieser eingeschleppte gefräßige Käfer im Normalfall keine Gefahr für heimische Haustiere dar.


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