Die Behauptung
Eine Frau auf einem Foto hat Demenz und wird als vermisst gemeldet. Sie muss identifiziert werden.
Falsch
Es handelt sich dabei um einen Betrug. Solche Bilder und Texte wurden bereits 2022 gepostet und überschwemmen nun durch die automatische Übersetzung von Facebook auch den deutschsprachigen Raum.
Mimikama-Schnellinfo und die wichtigsten Fakten:
Mehrere Facebook-Posts fordern die Identifizierung einer angeblich vermissten Frau mit Demenz. Es handelt sich hierbei um eine wiederkehrende Betrugsmasche.
- Wiederholter Betrug: Identische Beiträge mit wechselnden Ortsangaben und demselben Foto einer älteren Frau wurden weltweit geteilt.
- Fake-Hilferufe: In den Beiträgen wird behauptet, die Frau sei bei jemandem aufgetaucht, wisse nicht, wo sie sei. Die Frau hält dabei eine Baby Yoda Puppe im Arm.
- Warnungen von Experten: Ein Such- und Rettungsteam aus Kanada und die Online-Sicherheitsexperten der Derbyshire-Polizei haben vor dieser Masche bereits im Jahre 2022 gewarnt.
- Täuschungsabsichten: Nach einer gewissen Zeit werden die geteilten Beiträge bearbeitet, und geändert, um für Umfragen oder Immobilienseiten zu werben. Auch Betrügereien mit Kryptowährungen und gefälschte Gewinnspiele nutzen diese Taktik.
Weltweite Betrugsmasche
In zahlreichen Facebook-Posts wird behauptet, dass eine ältere, an Demenz erkrankte Frau vermisst werde und bei jemandem aufgetaucht sei. Bei diesen Hilferufen handelt es sich jedoch um einen ausgeklügelten Betrug. Dieselben Bilder und nahezu identische Texte tauchen in verschiedenen Community-Gruppen weltweit auf und wurden bereits 2022 erstmals gepostet.

Identische Texte und Bilder
Die Beiträge beginnen immer mit einem dringlichen Aufruf:
„URGENT : Does anyone recognize this lady? She showed up at our house 1 hour ago here in #McHenry I tried talking to her she doesn’t know where she is going, I think she has got dementia. She took my daughter’s little Yoda and started cuddling it. Let’s flood our feeds to help find her family“
„DRINGEND: Erkennt jemand diese Dame? Sie tauchte vor 1 Stunde bei uns auf, hier in #pensacola. Ich habe versucht, mit ihr zu reden, sie weiß nicht, wohin sie geht, ich glaube, sie hat Demenz. Sie nahm den kleinen Yoda meiner Tochter und fing an, ihn zu kuscheln. Lasst uns unsere Feeds überfluten, um ihre Familie zu finden.“
Die Beiträge variieren nur in den angegebenen Orten, während das Bild der Frau und der Puppe „Baby Yoda“ immer gleich ist.
Übersetzung ins Deutsche
Durch automatische Übersetzungen tauchen diese betrügerischen Posts nun auch im deutschsprachigen Raum auf und werden immer wieder geteilt. Hier lautet der Text: „DRINGEND: Erkennt jemand diese Dame? Sie tauchte vor 1 Stunde bei uns auf, hier in #pensacola. Ich habe versucht, mit ihr zu reden, sie weiß nicht, wohin sie geht, ich glaube, sie hat Demenz. Sie nahm den kleinen Yoda meiner Tochter und fing an, ihn zu kuscheln. Lasst uns unsere Feeds überfluten, um ihre Familie zu finden.“
Hinweis: Es gibt auch noch andere Beiträge auf Facebook mit einer anderen Person:
Expertenwarnungen
Ein Such- und Rettungsteam aus Cape Breton, Nova Scotia, hat ausdrücklich vor diesen Posts gewarnt. Betrüger nutzen emotional aufgeladene Themen wie „vermisste Omas und verlorene Welpen“, um Aufmerksamkeit zu erregen. Zudem weist die Derbyshire-Polizei darauf hin, dass das Deaktivieren der Kommentarfunktion ein deutliches Warnsignal ist. Diese Art von „Köder und Wechsel“-Post wird nach häufiger Verbreitung bearbeitet und in betrügerische Immobilienbeiträge mit gefährlichen Links umgewandelt.

Täuschungsabsichten
Nach einiger Zeit werden die geteilten Posts geändert, um für Umfragen oder Immobilien-Websites zu werben. Über diese Taktik haben wir HIER berichtet. Auch Betrugsmaschen mit Kryptowährungen und falschen Gewinnspielen nutzen diese Taktik.
Fazit: Ein perfides Täuschungsmanöver
Es ist erschütternd, wie skrupellos Betrüger die Gutgläubigkeit der Menschen ausnutzen. Mit emotional manipulierenden Bildern und Texten gelingt es ihnen, eine breite Öffentlichkeit zu täuschen. Es ist wichtig, wachsam zu bleiben und verdächtige Nachrichten zu melden, um die Verbreitung solcher betrügerischen Inhalte zu stoppen.
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