Burundanga und Co. sind nichts anderes als ein alter Kettenbrief.
Und Kettenbriefe haben eine unangenehme Eigenschaft: Sie werden einfach immer weiter verbreitet, auch wenn ihr Inhalt völliger Quatsch ist. Diese Warnung vor der Visitenkarte und der Droge Burundanga, die sich seit Jahren hartnäckig im Netz und auf den Messengern hält.
Laut Kettenbrief soll eine Frau von Kriminellen durch eine Visitenkarte mit Drogen vergiftet worden sein, sodass sie das Opfer vergewaltigen konnten. Der Text gestaltet sich als lange Nachricht mit den Adressen von diversen Polizeidienststellen am Ende. Es gibt ihn auf Facebook in Form von Statusmeldungen zu finden, im Facebookmessenger wird er verwendet oder er tritt auf WhatsApp auf:

Diesen Kettenbrief, der auch aktuell mal wieder auftaucht, kennen wir bereits seit Jahren und werden daher an dieser Stelle seine Geschichte wiederholen.
Ein alter Kettenbrief
Bereits im Jahr 2009 wurde diese Warnung als E-Mail verschickt.
Ein paar Passagen haben sich über die Jahre ein wenig geändert, jedoch hält sich der Kettenbrief im Kern gut:
Sogar die Schweizer Polizei berichtete über den Fake und teilte offiziell mit, dass es sich um eine Falschnachricht handelt:
27.03.2009: Die mit Drogen getränkte Visitenkarte gibt es nicht
Basel. Die Polizei warnt von Mails, die im Moment kursieren. Sie enthalten eine so genannte «urbane Legende». – SiD BS/PN
In der jüngsten Zeit kursieren Mails, in welchen gewarnt wird, wonach jemand in der Regel kurz vor dem Einsteigen in sein Fahrzeug von einer unbekannten Person eine Visitenkarte erhalten hätte. Diese Visitenkarte wäre mit einer betäubenden Flüssigkeit getränkt, so dass der Fahrer bald einmal anhalten muss und kurzfristig das Bewusstsein verliert. In dieser Zeit wird dann der Fahrer ausgeraubt oder – falls es sich um ein weibliches Opfer handelt – dieses vergewaltigt.
Es handelt sich dabei um eine so genannte urbane Legende, die als Kettenmail von England kommend in der Zwischenzeit bei uns eingetroffen ist und ins Deutsche übersetzt nun weiter verbreitet wird. Die betäubende Droge trägt den Fantasienamen «Burundanga», eine Substanz, die sowenig existiert wie der Fall selbst.
Solche urbanen Legenden tauchen in regelmäßigen Abständen immer wieder auf, seien es nun die Spinne in der Yucca-Palme oder der tote Schwimmer im Waldbrandgebiet, welcher mit einem Löschflugzeug aufgesogen wurde.
Personen, welche solche Mails erhalten, sollten diese löschen und auf keinen Fall weiter verbreiten, auch wenn dies vom Absender teilweise ultimativ gefordert wird.
Ergebnis:
Dieser Kettenbrief ist schon seit sehr sehr langer Zeit im Internet unterwegs und wird noch immer geteilt.
Trotzdem enthält die Nachricht nur eine Falschmeldung, der man keinen Glauben schenken braucht und darf! Selbst die Polizei teilte mit, dass es sich um einen Fake handelt.
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