Jetzt erst wurde ein Bug in WhatsApp bekannt, durch den ganze Gruppenchats zerstört werden konnten und die App nicht mehr zu starten war.
Wie mehrere Medien berichten, konnte dieser Bug genutzt werden, um durch die Eingabe einer speziellen Zeichenfolge in einem WhatsApp-Gruppenchat die App vollständig zum Absturz zu bringen, so dass man sie nicht mehr starten konnte.
Dabei half nur noch eine Deinstallation und Neuinstallation von WhatsApp, doch damit war nur das kleinere Übel gelöst. Gleichzeitig wurden durch den Bug auch der komplette Chatverlauf, also alle Texte und Mediendateien faktisch zerstört.
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Wie konnte die Schwachstelle genutzt werden?
Dazu musste ein Angreifer erst einmal Zugang zu einer WhatsApp-Gruppe haben, die er beabsichtigte, anzugreifen. Da solche Gruppen bis zu 256 Mitglieder haben können, dürfte dies bei manchen politischen Diskussionsgruppen nicht allzu schwer sein, oftmals wird auf Facebook und Twitter in solcherlei Diskussionsgruppen eingeladen.
Nun war einiges an technischer Arbeit nötig: Die Web-Version von WhatsApp musste auf Chrome geöffnet sein, zudem mussten die DevTools von Chrome geöffnet werden. Technisch gesehen wurde dann folgendes gemacht: Innerhalb der Gruppe konnte der Angreifer die Nummer eines Teilnehmers von Zahlen auf Buchstaben oder Sonderzeichen ändern. Wurde nun eine Nachricht mit dieser geänderten Nummer gesendet, stürzte die ganze App ab.
So sah das Ganze dann in der Praxis aus:
Selbst wenn alle Mitglieder WhatsApp neu installieren würden, wäre der Gruppenchat immer noch nicht wieder zugänglich. Einzige Lösung: Den Gruppenchat komplett löschen, jedoch ist damit der Bug faktisch auch gleichzeitig an dem Verlust sämtlicher Daten im Chat schuld.
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Bug behoben, doch viele Nutzer haben noch eine alte Version
Mit der Versionsnummer 2.19.58 wurde der Bug bereits im September 2019 behoben, doch viele Nutzer haben seit September ihr WhatsApp nicht aktualisiert, so dass Angreifer immer noch eine gute Chance haben, Gruppenchats zum Absturz zu bringen.
Es ist nicht bekannt, ob und wieviel Gruppenchats durch diese Methode schon verloren gingen, doch alleine die Tatsache, dass es im August sowohl auf Youtube, als auch auf speziellen Seiten Anleitungen dafür gab, lässt vermuten, dass Angreifer diese Methode auch nutzten.
Artikelbild von Mark Rademaker / Shutterstock.com
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