„Bald ist Halloween“: Gibt es die gruselige Tastatur auf WhatsApp?

Ein Kettenbrief verspricht eine gruselige Tastatur, 40 neue Smileys und einen grünen Haken – für zehn Weiterleitungen.

Die Behauptung

Wer diese WhatsApp-Nachricht an zehn Kontakte weiterschickt, bekommt von WhatsApp zu Halloween eine gruselige Tastatur und 40 neue Smileys. Als Bestätigung leuchte danach der Haken grün.

Aufgestellt von: Kettenbrief auf WhatsApp

Faktencheck: Falsch

Falsch. Der Kettenbrief verspricht Funktionen, die es nicht gibt. Wer ihn weiterleitet, bekommt nichts.

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Jedes Jahr vor Halloween tauchen auf WhatsApp Kettenbriefe auf, oft in leicht veränderten Versionen. Diesen Wortlaut haben wir bereits 2025 geprüft – jetzt wird er wieder weitergeleitet:

Der Kettenbrief im Wortlaut
Heyy
Bald ist Haloween und dafür hat WhatsApp sich etwas ausgedacht 👻👻
Du erhältst eine gruselige Tastertur und 40 neue smileys
Du musst nur diese Nachricht an 10 Personen weiter schicken 👻👻👻
Wenn du es gemacht hast leuchtet der Haken grün
Viel Spaß mit der neuen Tastatur 🎃🎃
✅
Wortlaut inklusive Tippfehlern, wie er auf WhatsApp kursiert. Das Haken-Emoji am Ende sieht je nach Gerät anders aus – grau, blau oder lila, aber nie wie ein WhatsApp-Haken. Stand: September 2026.
WhatsApp-Kettenbrief zu Halloween mit Gespenster- und Kürbis-Emojis, der eine gruselige Tastatur, 40 neue Smileys und einen grünen Haken verspricht. Der Kontaktname ist verpixelt.
So kommt die Nachricht am Handy an. Kontaktname von uns unkenntlich gemacht. Screenshot: WhatsApp

Gibt es die gruselige Tastatur von WhatsApp?

Nein. Die Tastatur gehört gar nicht zu WhatsApp. Sie kommt vom Handy selbst oder von einer eigenen Tastatur-App. WhatsApp kann sie weder austauschen noch umgestalten – egal, wie oft man eine Nachricht weiterleitet.

Und die 40 neuen Smileys?

Auch die gibt es nicht. Neue Emojis kommen mit Updates, entweder von WhatsApp oder vom Betriebssystem des Handys. Neuerungen kündigt WhatsApp in der App und auf der eigenen Website an, nicht über Kettenbriefe. Die Tippfehler wie „Haloween“ und „Tastertur“ passen ebenfalls nicht zu einer offiziellen Mitteilung – für sich allein beweisen sie aber nichts.

Leuchtet der Haken grün, wenn man die Nachricht weiterleitet?

Nein. WhatsApp zeigt bei verschickten Nachrichten graue Haken für „gesendet“ und „zugestellt“ und blaue Haken für „gelesen“. Einen grünen Haken als Belohnung gibt es nicht. Der Haken am Ende des Textes ist kein WhatsApp-Zeichen, sondern ein Emoji – also ein Bildzeichen, das jemand in die Nachricht getippt hat. Die Idee ist übrigens alt: Eine frühere Version versprach „100 neue Smylies“ und einen grünen Haken, in anderen Kettenbriefen sollte das WhatsApp-Logo rot aufleuchten.

Ist der Halloween-Kettenbrief gefährlich?

Für sich genommen nicht. Der Text enthält keinen Link, keinen Anhang und fragt keine Daten ab. Heikel ist die Gewohnheit: Kettenbriefe mit Links zu gefälschten Seiten funktionieren nach demselben Muster. Wer harmlose Versprechen ungeprüft weiterschickt, prüft womöglich auch beim nächsten Link nicht. Am besten also nicht weiterleiten und löschen.

Woran man den nächsten Kettenbrief erkennt

Vier Bausteine, die fast jeder Kettenbrief hat
1
Belohnung
Eine neue Funktion, ein Geschenk, Glück oder Geld wird versprochen.
2
Bedingung
Die Belohnung gibt es nur, wenn man an eine bestimmte Zahl von Leuten weiterleitet.
3
Geliehener Absender
Der Text tut so, als käme er von einer bekannten Firma, Behörde oder Bank.
4
Scheinbeweis
Ein Zeichen soll angeblich zeigen, dass es geklappt hat. Es kommt nie.
Quelle: Mimikama. Stand: September 2026.

Mehr dazu im Leitfaden „Kettenbriefe erkennen“ und im Wikikama-Eintrag zu WhatsApp-Kettenbriefen. Ein Beispiel, bei dem es nicht harmlos bleibt: „Bitte stimme für Emma ab“.


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