Filterblasen im Netz bewirken, dass wir oftmals Dinge nur so sehen, wie sie uns richtig erscheinen. Doch manchmal genügt es schon, den Kopf ein wenig zu neigen.
Gerade auf Facebook sind oftmals die Dinge nicht so, wie sie zu sein scheinen. Man betrachtet Sachverhalte nur aus der eigenen subjektiven Sichtweise, ohne sich darüber Gedanken zu machen, wie andere Personen eine Sachlage sehen.
Dies kann gut durch diese Ziege veranschaulicht werden, welche scheinbar senkrecht mit dem Kopf voran eine Palme hinunterklettert.
Nun sieht man ja sehr häufig in Filmaufnahmen, zu welchen fantastischen Kletterleistungen Ziegen in der Lage sein können, doch scheint hier die Schwerkraft tatsächlich fast außer Kraft gesetzt zu sein.
Aber eben nur fast, denn es kommt tatsächlich nur auf die Perspektive an:
Ändern wir den Blickwinkel nur ein wenig, indem wir den Kopf (oder das Smartphone) ein wenig zur Seite neigen, erkennen wir, dass die Ziege dann doch nicht so steil herabklettert, wie es den Anschein macht:
Unsere roten Markierungen zeigen, dass die Ziege nicht etwa senkrecht die Palme herunterklettert, sondern dass das Video in einem schiefen Winkel aufgenommen wurde, um diesen Anschein zu erwecken.
Man betrachte immer das gesamte Bild
Dem Zuschauer des Videos wird dies vielleicht nicht aufgefallen sein, da sich der Fokus natürlich auf die Ziege richtet. Es wird gar nicht auf den Hintergrund geachtet, darauf, dass die Bäume scheinbar alle schief stehen. Erst bei einem genauen Blick erkennt man dies dann.
Und so funktioniert es auch oftmals im Internet:
Es wird sich nur ein Teilaspekt einer Situation herausgepickt, um dies dann (oftmals negativ) zu instrumentalisieren, anstatt eine Gesamtsituation zu betrachten. Man lässt sich allzu leicht täuschen, wenn man nur oberflächlich etwas sieht, hört oder liest.
Und oftmals bildet sich dann bereits eine feststehende Meinung, ohne versucht zu haben, den Blickwinkel zu ändern oder das Gesamtbild zu betrachten.
Wir sollten lernen, bedachter zu reagieren, überlegter zu kommentieren.
Tief Luft holen, sich eine Situation in Ruhe betrachten, einen Schritt zurücktreten, sich genauer informieren.
Denn nur, wer eine Situation in seiner Gesamtheit und aus anderen Blickwinkeln kennt, kann sich auch eine fundierte Meinung bilden.
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