„Autorisierungs-Pflicht offen“ steht über einer Nachricht, darunter läuft eine Frist von 24 Stunden. Ein blauer Button soll die angebliche Pflichtaktion abschließen. willhaben warnt in einem am 3. November 2026 aktualisierten Hinweis: Die Nachricht ist gefälscht und soll Zugangsdaten stehlen.
Der Link führt zu einer nachgebauten Seite. Wer dort seine Zugangsdaten eingibt, übermittelt sie an die Absender und riskiert die Übernahme des willhaben-Kontos. Die angebliche Pflicht und die angedrohte Kontolöschung sollen verhindern, dass Betroffene die Nachricht in Ruhe prüfen.
willhaben beschreibt außerdem gefälschte Support-Chats. Darin werden Zahlungsdaten und eine TAN verlangt. Eine TAN ist ein einmaliger Bankcode, mit dem Zahlungen freigegeben werden können. Der echte willhaben-Support fordert solche Angaben laut Anbieter nicht an und verschickt keine Testbenachrichtigungen per SMS oder WhatsApp.
Eine weitere SMS behauptet, der Bestellstatus sei aktualisiert worden und ein Etikett stehe bereit. Doch willhaben verschickt keine Informationen zu PayLivery per SMS oder WhatsApp. Ob eine Bestellung oder Nachricht vorliegt, lässt sich direkt in der selbst geöffneten App prüfen.
Die aktuelle Warnung zeigt ein wiederkehrendes Muster. Bereits 2022 berichtete Mimikama über falsche Support-Chats und angebliche Testzahlungen auf Kleinanzeigen-Plattformen. Die Texte ändern sich, der Mechanismus bleibt gleich: Zeitdruck führt zu einer fremden Seite, auf der Zugangsdaten oder Bankcodes verlangt werden.
Quellen
- willhaben Hilfe: Aktuelle Phishing-Nachrichten im Umlauf (November 2026), 2026-11-03
- willhaben Hilfe: Wie melde ich Phishing oder betrügerische Nachrichten an willhaben?
- Mimikama: Keine „Testzahlungen“ auf Kleinanzeigen-Plattformen durchführen!, 2022-08-31
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