Die Behauptung
Wolfsburg hat Weihnachten „abgeschafft“ und den Weihnachtsmarkt aus kultureller Rücksichtnahme in „Winterwunderland“ umbenannt.
Falsch
Falsch. Den klassischen Weihnachtsmarkt gibt es weiterhin, aber es gibt zwei unabhängige Veranstaltungen.
Die Fakten in Kürze:
- Der städtische Weihnachtsmarkt bleibt: Der Markt mit klassischen Weihnachtsständen bleibt bestehen und geht vom 25.11. – 29.12.2024
- Winterwunderland: Dies ist die Veranstaltung in der Autostadt Wolfsburg und geht vom 29.11. – 05.01.2025
- Keine offizielle Abschaffung: Es handelt sich um eine Wortwahl, nicht um eine politische Maßnahme.
„Winterwunderland“ – das Wort „Weihnachten“ ein Tabu?
„Winterwunderland“ – so wirbt die Autostadt Wolfsburg für sein Winterfest. Doch was steckt dahinter? Kritiker werfen der Stadt vor, das Wort „Weihnachten“ aus Rücksicht auf religiöse Vielfalt bewusst zu vermeiden. Was ist dran an diesem Vorwurf und warum sorgt die Namensgebung für so viel Aufregung?

Wünschebaum vs. Weihnachtsbaum im Winterwunderland
Benachteiligten Kindern unbeschwerte Momente des Lachens schenken, das ist die Idee hinter der Initiative „Schenke ein Lächeln“. Jetzt zur Weihnachtszeit gibt es das Projekt „Wünschebaum“. Mitarbeitende und Gäste der Autostadt haben dabei die Möglichkeit, den Weihnachtswunsch eines Kindes zu erfüllen und ihnen so einen Moment der Freude zu schenken. Der „Wünschebaum“ steht im Eingangsbereich des Servicehauses, geschmückt mit zahlreichen Wunschzetteln von Kindern. Bis zum 16. Dezember kann dort ein Wunsch gepflückt und ein Geschenk gekauft werden. Die verpackten Präsente können einfach in die Autostadt mitgebracht und am Empfang im Servicehaus abgeben werden.
Quelle: Event-Detail – Autostadt
Von der Abschaffung des klassischen Weihnachtsbaumes kann also nicht die Rede sein.
Weihnachten und Toleranz haben eine gemeinsame Geschichte.
Seit dem 4. Jahrhundert ist Weihnachten ein zentrales Fest des Christentums, geprägt von Traditionen wie Krippenspielen und Weihnachtsmärkten. In der Neuzeit wurde das Fest durch Bräuche wie den Weihnachtsbaum und den Weihnachtsmann bereichert. Es steht für Freude, Gemeinschaft und Nächstenliebe – Werte, die sich auch in der modernen Gesellschaft wiederfinden.
Warum also der Namenswechsel? Befürworter argumentieren, dass der Begriff „Winterwunderland“ inklusiver sei und unterschiedliche kulturelle Hintergründe berücksichtige. Die Gegner sehen darin eine unnötige Überkorrektur und einen Traditionsverlust.
Wintermarkt vs. Weihnachtsmarkt
Den städtischen Weihnachtsmarkt gibt es weiterhin und ist eine eigenständige Veranstaltung:
Winterwelt Wolfsburg
25. November bis 29. Dezember 2024
Zur Weihnachtszeit verwandelt sich die Wolfsburger Innenstadt in eine Winterwelt. Die große Wolfsburger Weihnachtsmarkt-Bühne bietet abwechslungsreiches Programm für jeden Geschmack. Jedes Wochenende gibt es Musik, die auf Weihnachten einstimmt. Außerdem dürfen sich Kinder wieder auf ein buntes und kostenloses Programm im NEULAND Haus des Weihnachtsmannes freuen.
Quelle: Wolfsburger Weihnachtsmarkt
Fazit zum Thema „Winterwunderland“
Wolfsburg hat Weihnachten nicht abgeschafft. Der Weihnachtsmarkt bleibt und das Winterwunderland ist nichts weiter als ein Winterwunderland. Die Debatte zeigt, wie sensibel Sprache ist – und wie diese missinterpretiert werden kann. Weihnachten ist mehr als nur ein Wort. Es sollte uns unabhängig von Religion und Herkunft verbinden.
Quellen: Winterwunderland – Autostadt; Wolfsburger Weihnachtsmarkt
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