Ein Passwort kann schneller gestohlen werden als man denkt, wie auch der aktuelle Datenklau bei Politikern und Prominenten in den letzten Tagen gezeigt hat!

In den meisten Fällen macht man es “Hackern” (wenn es am Ende denn welche sind) sehr einfach, an Zugangsdaten zu gelangen, da Benutzerkonten und Internetprofile meist nur mit einer einmaligen Authentifizierung abgesichert sind. Doch machen wir es bitte Betrügern und Hackern nicht so einfach und bauen wir doch eine weitere Hürde ein und diese Hürde nennt sich…

…die Zwei-Stufen Authentifizierung

Wer sein Benutzerkonto bei Facebook, Instagram & Co. trotzdem zuverlässig schützen möchte, sollte unbedingt die Zwei-Stufen-Authentifizierung nutzen. Wir erklären, was hinter diesem Begriff steckt.

Immer wieder wird in Medien über gehackte Online-Plattformen und geleakte Zugangsdaten berichtet – die Bestürzung ist in solchen Fällen immer riesig.

Wir sagen: Vorsorge ist besser!

Wer seine Benutzerkonten im Netz zuverlässig vor fremden Zugriffen schützen möchte, kann neben einem sicheren Passwort weitere Maßnahmen treffen –  mit der sogenannten Zwei-Stufen Authentifizierung.

Was ist die Zwei-Stufen-Authentifizierung?

Die Zwei-Stufen-Authentifizierung (auch Bestätigung in zwei Schritten oder Zwei-Faktor-Authentifizierung genannt) ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme zum Schutz eines Benutzerkontos. Zusätzlich zum Passwort muss beim Login eine weitere Sicherheitskomponente vorhanden sein.

Man spricht hier von „Wissen“ und „Besitz“. Beim Wissen handelt es sich um den klassischen ersten Faktor: man weiß das eigene Passwort. Zu dem Wissen muss nun ein zweiter Faktor hinzugefügt werden, der unahängig vom Wissen ist. Dies kann auf verschiedene Weisen geschehen.

Wie funktioniert die Zwei-Stufen-Authentifizierung?

Ist die zweistufige Authentifizierung aktiviert, benötigt man neben dem Passwort noch einen zusätzlichen Bestätigungscode oder Sicherheitsschlüssel. Man kann diesen über verschiedene Methoden erhalten, z. B.:

  • SMS-Code an hinterlegte Handynummer,
  • automatisch generierter Sprachanruf an hinterlegte Handynummer,
  • Sicherheitscode über Codegenerator-App,
  • E-Mail an hinterlegte E-Mail-Adresse,
  • physischer Sicherheitsschlüssel (z. B. spezielle USB-Sticks),
  • Software-Sicherheitsschlüssel,
  • Sicherheitscodes zum Ausdrucken,
  • etc.

Jeder Code wird eindeutig für Ihr Konto erstellt und kann nur einmal verwendet werden. Welche Authentifizierungsmethoden Sie tatsächlich nutzen können, hängt von der jeweiligen Plattform ab. In der Regel können auch mehrere Methoden parallel aktiviert werden – dies ist auf jeden Fall empfehlenswert, da einzelne Methoden immer auch versagen können (z. B. wenn der Handyempfang abbricht).

Auf welchen Plattformen gibt es die Zwei-Stufen-Authentifizierung?

Das System der Zwei-Stufen-Authentifizierung wird mittlerweile auf sehr vielen Plattformen und Online-Diensten angeboten – leider wissen das nur wenige Nutzer/innen, da es nicht standardmäßig aktiviert ist, sondern erst vom Nutzer/von der Nutzerin selbst eingeschaltet werden muss.

Hier finden Sie Anleitungen zur Aktivierung und Nutzung der Zwei-Stufen-Authentifizierung:

Die Website twofactauth.org listet alle Online-Dienste, die eine Zwei-Stufen-Authentifizierung unterstützen.

Was sind Codegenerator-Apps?

Mit einer Codegenerator-App können direkt am Handy Bestätigungscodes für verschiedene Online-Plattformen erzeugt werden. Vorteil: Der Codegenerator funktioniert auch ohne Internet- oder Mobilfunkverbindung.

Hier finden Sie kostenlose Apps für die Zwei-Stufen-Authentifizierung:

Kann man sich mit der Zwei-Stufen-Authentifizierung aus seinem Konto aussperren?

JA! Wer etwa eine Codegenerator-App zur Zwei-Stufen-Authentifizierung nutzt und diese App neu installieren muss (z. B. bei einem Handywechsel), hat danach keine Verknüpfung mehr zu den einzelnen Online-Plattformen – es können keine Bestätigungscodes erzeugt werden! Darum empfehlen wir, sicherheitshalber immer mehrere Methoden zur Zwei-Stufen-Authentifizierung zu aktivieren (z. B. SMS, Codegenerator-App und E-Mail) und vor allem auch Codes auszudrucken – so ist man auch dann auf der sicheren Seite, wenn alle digitalen Stricke reißen!

Artikelbild: Shutterstock / Von Blue Island


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