Und wieder ist eine angeblich HIV-infizierte Banane aufgetaucht!
Das eigentlich Erschreckende daran ist, dass sich das Narrativ von infiziertem Obst so sehr manifestiert hat, dass tatsächlich Menschen davon ausgehen, auf HIV-infizierte Bananen treffen zu können.
Ein aktueller Fall auf der Facebookseite von Aldi zeigt genau dieses Gedankenmuster: Da so viele Menschen im Netz davon schreiben, muss es ja wahr sein. Doch das ist ein Irrglaube:
Das kann nicht sein.
Ich habe so viele Sachen im Internet gelesen, dass das injiziert wird und man kann eine Krankheit bekommen (HIV)
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Diese Art von Bananen kennen wir bereits und es hat sich seit Jahren nichts daran geändert:
Keine HIV-infizierten Bananen!
Bei dem dokumentierten Mangel handelt es sich um „Dry red“. Diese Banane ist an der Pflanze unzureichend mit Nährstoffen versorgt worden. Die Mangelerscheinung ist neben dem zu erkennenden, ausgetrockneten und folglich rötlich-braun verfärbten Fruchtfleisch auch an der ungewöhnlich schmalen Form zu erkennen. Das Vorkommen ist relativ häufig, derart unterversorgte Bananen werden aber grundsätzlich in der Packstation erkannt und aussortiert. Eine Krankheit oder eine wie auch immer geartete Kontamination der Banane liegt nicht vor. Eine Gesundheitsgefährdung ist u. E. nach ausgeschlossen.


Das ewige Thema der HIV-kontaminierten Bananen, Spritzen, Nadeln und Co.
Denn die angeblich HIV-verseuchten Bananen und die Spritze in der Zapfpistole stellen natürlich keinen Einzelfall dar. Das Thema des “verseuchten Gegenstands” begleitet uns schon seit vielen Jahren in den verschiedensten Ausführungen.
Das wohl berühmteste Beispiel ist eben die mit HIV infizierte Banane. Doch auch die angebliche Warnung der in die Droge Scopalamin getränkten Nadeln in Handschuhen werden jedes Jahr zu Weihnachten wieder aus der tiefsten Internetschublade hervorgekramt.
Beliebt sind auch:
- Die Spritzen zwischen den Sitzen in der Bahn
- Die Nadel im Überraschungsei
- HIV-Infektion im Kino / in der Disco und andernorts
In allen diesen Fakes taucht das klassische Narrativ des HIV-Fakes auf. Die dabei erzeugte Hysterie ist problematisch, denn sie gibt ein falsches Bild über die Infektionswege von HIV wieder. Wir raten hierzu immer wieder, die Webseite der Deutschen Aids-Hilfe zu besuchen, wenn man sich vernünftig mit diesem Thema auseinandersetzen will.
Und die Deutsche Aids-Hilfe schreibt zu den Übertragungswegen:
HIV ist relativ schwer übertragbar. Ein Infektionsrisiko besteht nur, wenn infektiöse Körperflüssigkeiten mit Wunden oder Schleimhäuten in Berührung kommen. Zu diesen Körperflüssigkeiten gehören vor allem Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit und der Flüssigkeitsfilm auf der Schleimhaut des Enddarms.
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