Jobsuchend? Achtung vor der Betrugsmasche „Money Muling“!

Achtung: Betrugswarnung von Mimikama! Seid vorsichtig bei unseriösen Jobangeboten als „Finanzagent“ oder „Warenagent“ – Gefahr durch Kriminalität

💬Woran erkennt man betrügerische Investment-Angebote? Antworten finden Sie im Leitfaden Investmentbetrug.

Bereits seit einigen Jahren werden von Betrügern per Mail und Messenger unaufgefordert Jobangebote verschickt, die alles andere als seriös sind!

Konkret werden Jobs als „Finanzagent“ oder „Warenagent“ angeboten, die Tätigkeit brauche keine Vorkenntnisse, nur wenig Arbeitsaufwand und sei risikolos.
Klingt zu gut? Ist es auch, denn hinter diesem vermeintlich risikolosen Job steckt nicht nur organisierte Kriminalität, sondern man macht sich auch selbst strafbar!

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Aktuell warnt die Polizei Krefeld vor der Masche, die auch als „Money Muling“ (Money Mule = Goldesel) bekannt ist.

https://www.facebook.com/Polizei.NRW.KR/photos/a.547665458653780/2323460747740900/?type=3&theater

Die versandten Mails sehen beispielsweise so aus:

Wenn man die Links in den Mails oder den Messenger-Nachrichten anklickt, kommt man auf ein optisch seriös aussehendes, vermeintliches Jobportal, auf dem man sich dann für diese Tätigkeit bewerben kann. Die Betreiber der Seite halten sich im Dunkeln, es gibt nie ein Impressum, in der Whois-Datenbank haben sie sich anonymisieren lassen.

Was muss man als „Finanzagent“ oder „Warenagent“ denn machen?

Dies beschreibt die Polizei Krefeld auf ihrer Internetpräsenz:

Als „Finanzagent“ soll man entweder auf dem eigenen oder einem eigens angelegten Konto Gelder empfangen und weiterleiten, einen Teil des Geldes kann man behalten. Auch der Wechsel des empfangenen Geldes in Bitcoins werde häufig verlangt.

Diese Gelder stammen von Personen, die selbst Betrugsopfer geworden sind, beispielsweise durch unseriöse Online-Shops. Bevor die Betrugsopfer ihr Geld wieder zurückholen wollen, hat der „Finanzagent“ meist schon das Geld weiter geleitet, das Opfer bleibt auf dem Schaden sitzen.

Als „Warenagent“ soll man Pakete annehmen, umadressieren und wieder verschicken. Als Solcher bekommt man ein Login auf einer speziellen Seite, wo die „Warenagenten“ bereits bezahlte und addressierte Paketmarken herunterladen und ausdrucken können.

Bei den Waren handelt es sich um Bestellungen, die mit ergaunerten Kreditkarten- und PayPal-Daten getätigt wurden!

Achtung: Strafbar!

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!
Nimmt man eine solche Tätigkeit an, beteiligt man sich an einem Geldwäschering! So wird man zwar tatsächlich dadurch Geld verdienen, früher oder später wird dann aber die Polizei vor der Tür stehen, sobald diese aufgrund der Anzeigen der Geschädigten ausfindig machen kann, an wen die Pakete gingen und wer der Kontobesitzer ist.

Fazit

Den Schaden haben dann nur die Leute, welche sich auf solche Anzeigen hin melden. Die Betrüger, welche sich zumeist nicht greifbar im Ausland befinden, reiben sich die Hände und stellen einfach einen neuen „Finanzagenten“ oder „Warenagenten“ ein.

Artikelbild: Zeralein99 / Shutterstock


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