In der Neujahrsnacht kam es in Connewitz, einem Stadtteil von Leipzig, zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Linksautonomen.
Wie den Medien zu entnehmen war, wurde ein Polizist in Leipzig dabei verletzt und musste am Ohr operiert werden. Anfangs sprachen Medien dazu noch von schweren Verletzungen und einem Mordversuch, später wurde diese Aussage dann relativiert.
Letztendlich war in den Pressemittteilungen nie explizit von „Lebensgefahr“ die Rede, wie Andrej Reisin in seiner Analyse „„Notoperation“ in Connewitz: Medien als Echokammer der Polizei“ auf Übermedien.de nochmals klarstellt. Ebenso ist die anfänglich gewählte Formulierung einer Notoperation unglücklich gewählt worden, da sich gezeigt hat, dass keine Lebensgefahr bestand.
Dennoch gibt es auf Social Media jüngst ein Nutzerposting, welches etwas ganz anderes aussagt: Angeblich sei der Polizist nun verstorben. Das habe seine Schwester verlauten lassen. Diese Information wird zumeist als Screenshot in Form eine Sharepics verbreitet. Der Inhalt Textes lautet:
Der von Linken in Leipzig attackierte Polizist (38) ist soeben gestorben, so seine Schwester. Presse schweigt. — Teilen !!! —
Das Sharepic erhebt ebenso den Vorwurf, dass die Presse schweigen würde. Diese Art von Vorwurf wird immer gerne eingebaut, um eine Verschwörungstheorie abzusichern. Natürlich berichtet niemand, da der Polizist auch nicht verstorben ist.
Faktencheck Leipzig
Wir haben mit der Pressestelle der Polizei Leipzig Kontakt aufgenommen. Es war in diesem Falle glücklicherweise ein sehr kurzes Telefonat, denn die Antwort ist so eindeutig, wie sie auch vorher zu erwarten war.
Natürlich ist der Polizist, um den es in dem Sharepic geht, nicht verstorben. Das Sharepic, aber auch der ursprüngliche Text, sind ein Fake und sollten nicht weiter verbreitet werden.
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