Atemschutzmasken: Unhygienische Zustände bei der Produktion?

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Atemschutzmasken sind derzeit ein großes Thema, speziell in Österreich, da sie nun verpflichtend beim Lebensmittelkauf sind.

Thema Atemschutzmasken: In Österreich wurden die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nochmals verschärft, indem durch die Regierung eine Verordnung zum Tragen von Gesichtsmasken beim Einkauf im Supermarkt ausgegeben wurde (vergleiche).

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Damit das funktioniert, soll der Einzelhandel Einwegmasken bei jedem Einkauf bereitstellen. Direkt nach Bekanntwerden der Verordnung tauchte jedoch ein Video auf Social Media auf, welches für Unmut sorgt.

In dem Video sieht man mehrere Menschen bei der Herstellung solcher einfachen Mund-Nase-Schutzmasken. Sie sitzen in einem einfachen Raum, teilweise auf dem Boden.

Die Masken werden von Hand und mit einfachen Nähmaschinen angefertigt. Spezielle Hygienebereiche kann man anhand des Videos nicht ausmachen. Schlimmer sogar: Die Masken liegen teilweise auf dem nicht besonders sauber wirkenden Boden. Die Menschen tragen weder Handschuhe noch Schuhe. Teilweise wirkt es auch, als ob minderjährige Personen an der Produktion beteiligt sind.

Atemschutzmasken Produktion

Atemschutzmasken: Was wir wissen!

Dieses Video dürfte nicht weiter manipuliert sein. Man kann davon ausgehen, dass es eine Produktionsstätte von einfachen Mund-Nase-Atemschutzmasken zeigt. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, dass das Bild- oder Tonmaterial bearbeitet ist.

Gleichzeitig gibt es im Video einen Anhaltspunkt zum Datum, man liest „Andye 22/02/2020″. Dieses Datum klingt durchaus plausibel und lässt auf einen aktuellen Zeitbezug schließen.

Geht man davon aus, dass die Produktionsstätten außerhalb Europas liegen (Südasien? Ostasien? Afrika?), dann wirken auch die Produktionsbedingungen unangenehmerweise plausibel.

Zieht man als Vergleich die Textilindustrie in Ostasien heran, erkennt man die sehr schlechten Arbeitsbedingungen vor Ort. Diese schlechten Bedingungen sind bereits seit Jahren bekannt.

Aber an dieser Stelle sollten wir auch den Blick auf Afrika werfen, denn dort gibt es zum einen ebenso schlechte Arbeitsbedingungen, aber mittlerweile auch viele Produktionsstätten in der Textilindustrie (vergleiche).

Atemschutzmasken: Was wir NICHT wissen!

Wir kennen jedoch nicht die genaue Herkunft des Videos und müssen somit Details aus dem Video analysieren. Ein wichtiges Detail ist die bereits erwähnte Aufschrift „Andye 22/02/2020″. Da wir es hier nicht mit einer Schrift aus dem asiatischen Raum zu tun haben, rückt Afrika als sehr grober Produktionsstandort in den Bereich des Möglichen.

Atemschutzmasken Produktion

Das würde gleichzeitig auch durch den Google-Übersetzer gestützt, der den Text „Andye 22/02/2020″ als „am 22/02/2020/“ interpretiert. Als Ausgangssprache gibt der Übersetzer Nyanja an, was in Malawi, Sambia, Simbabwe und Mosambik gesprochen wird.

Dies ist jedoch unbestätigt, somit betonen wir, dass wir uns an dieser Stelle nicht festlegen! Grundsätzlich sind auch beispielsweise Bangladesch oder Indien als Standorte möglich, eine türkische Webseite nennt explizit Indien als Standort (siehe hier).

Insofern sind wir auf Hilfe angewiesen: Falls jemand versteht, was die Menschen in dem Video sagen und somit die Sprache und Herkunft erkennt, nehmen wir diesen Hinweis dankend entgegen! Eine Version des Videos zu Anschauungszwecken findet sich hier.

Problematische Zustände

Die Kritik an den Zuständen ist deutlich: Wie steril können Atemschutzmasken, die unter solchen Bedingungen gefertigt wurden? Die Befürchtungen liegen nun darin, dass man diese Atemschutzmasken als Gratismasken ausgehändigt bekommt.

Da die Verordnung zum Tragen von Masken im Supermarkt jedoch gilt und derzeit nicht bekannt ist, ob es in Deutschland eine ähnliche Verordnung geben könne (wahrscheinlich eher nicht), verweisen wir an dieser Stelle auf unseren Artikel „Masken selbst nähen: Ein neuer Trend!„.

Darin sind Quellen beschrieben, die eine Anleitung zur Herstellung eigener Masken liefern.


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