Seit Jahren findet man auf Social Media immer wieder Inhalte über implantierte Chips oder gar Zwangsverchippungen. Nun ist ein Sharepic aufgetaucht, dass ein Statement auf Kika zeigt.
Wünscht sich auf Kika tatsächlich ein Kind einen Chip unter der Haut? Chips unter der Haut sind technisch gesehen heute schon möglich, jedoch nicht sonderlich weit verbreitet (an dieser Stelle ein gut gemeinter Hinweis auf unseren Artikel „Natürlich gibt es diese Chips„). Einer der Gründe dafür dürfte unter anderem der negative Bedeutungsrahmen von Implantaten haben.
Das Narrativ zu implantierten Chips hängt immer ein wenig mit der Geschichte einer Totalüberwachung zusammen, die entsprechend auf Social Media immer wieder Empörung aufruft.
Eine solche Empörung findet man derzeit in Bezug auf ein Sharepic, welches einen Screenshot der Webseite des Kinderkanals Kika zeigt. Dort liest man einen Satz, den „Tim“ gesagt haben soll:
Ich wünsche mir für die Zukunft, dass jeder Mensch auf der Welt einen Chip implantiert bekommt. Dieser Chip wird über eine Uhr oder ein Handy gesteuert und scannt den Körper. Er zeigt an, was du hast und dann kannst du selbst entscheiden, ob du zum Arzt gehst oder nicht.
Das Sharepic tritt in folgender Form auf:
Faktencheck Screenshot von Kika
Stammt dieser Screenshot wirklich von der Kika-Webseite? Ja, dieses Statement findet man dort. Es dürfte sich um einen Begleitartikel zu einer Folge aus der Serie „Erde an Zukunft“ handeln. Diese Folge trägt den Titel „Medizin in der Zukunft“, der Begleitartikel mit dem Zitat findet sich hier.
Spannend wird es, wenn man sich die Folgenübersicht von „Erde an Zukunft“ anschaut, denn darin findet man die Folge „Medizin in der Zukunft“ mit einem Ausstrahlungsdatum vom 05.08.2017, also bereits vor knapp drei Jahren. Ein Bezug zum Coronavirus oder aktuellen Legenden bezüglich Chips und Impfungen ist somit nicht gegeben.
Das könnte ebenso interessieren:
Wie der Postillon Julian Reichelt foppte: Julian Reichelt, Chefredakteur der Bild, hat am 13. Mai auf Twitter einen Artikel des Postillons geteilt. Dieser Tweet hat ihm nun eine besondere Aufmerksamkeit beschert. Mehr dazu HIER.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)
