Jahresrückblick 2020: Das angebliche Hackervideo „martinelli“

Schützen Sie sich vor Fake-Meldungen wie dem „martinelli“-Video. Bei Mimikama erfahren Sie die Hintergründe und wie Sie Fehlinformationen erkennen können

📖Wie erkennt man schädliche Programme auf dem eigenen Gerät? Antworten finden Sie im Leitfaden Malware erkennen.

Es soll im Jahr 2020 angeblich das Telefon hacken und es irreparabel machen – ein Video namens „martinelli“.

Nicht nur im Jahr 2020 kursierte das Gerücht eines gefährlichen Videos, genannt „martinelli“. Die Warnung ist schon seit Jahren im Umlauf. Doch gerade in diesem Jahr verbreitete sich der Kettenbrief insbesondere.

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Dieses Video soll in der Lage sein, das Smartphone zu „hacken“, sobald man es öffnet. Das gesamte Gerät soll danach unbrauchbar sein.

Um diese WhatsApp-Nachricht handelt es sich:

Der angebliche martinelli-Virus
Der angebliche martinelli-Virus

„Morgen soll ein Video auf WhatsApp kommen, genannt martinelli. Bitte nicht öffnen. Er hackt Dein Telefon und kann nicht mehr repariert werden. Auch WhatsApp Gold Updates nicht anklicken.
Kam gerade in den Nachrichten und wird als sehr ernst eingeschätzt. Bitte weiterleiten.“

Seit 2017 – Und immer noch ein Fake!

Tatsächlich geht dieser Kettenbrief bereits seit 2017 um, damals noch auf Italienisch… mag einer von euch mal ausrechnen, wieviele „Morgen“ es seitdem gegeben hat, an denen jenes Video angeblich auf WhatsApp erscheinen soll?

Die spanische Polizei wies damals auch auf Twitter hin, dass es sich um einen Fake handelt:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Und was hat es mit WhatsApp Gold auf sich? Die ganze Geschichte rund um den WhatsApp Gold Fall gibt es hier zu lesen.

Fazit:

Es gibt weder einen Virus, noch ein Video, und die Updates zu WhatsApp Gold sind ebenfalls an den Haaren herbeigezogen.

Am besten man unterbricht die Kette, indem man die Nachricht nicht weiter teilt, sondern löscht und den Absender darüber informiert, dass es sich um einen Kettenbrief handelt und es diesen Virus nicht gibt.

Trotzdem sollte man immer wachsam bleiben, was man über WhatsApp erhält. Auch wenn ein Freund oder Familienmitglied die Nachricht geschickt hat, sollte man nicht alles einfach wahllos anklicken oder weiterleiten.

Es gibt genug Phishingversuche, Datenklau und Trojaner, die auf diese Weise verschickt werden – doch der “Virus Martinelli” gehört nicht dazu.


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)