Auf diesem Video ist nicht Luise aus Freudenberg zu sehen!

Falschmeldungen über ein Video, das nicht Luise aus Freudenberg zeigt, kursieren. Mimikama klärt die Hintergründe und hilft gegen Desinformation

📖Woran erkennt man Fake News zuverlässig? Antworten finden Sie im Leitfaden Fake News erkennen.

In Schleswig-Holstein wurde ein 13-jähriges Mädchen von einer Gruppe 13- bis 16-jähriger Mädchen brutal überfallen, gedemütigt und geschlagen. Dabei soll das Opfer auch mit einem Smartphone gefilmt worden sein.

Das Video vom Februar 2023 macht, vor allem über WhatsApp die Runde, wobei fälschlicherweise behauptet wird, es handele sich dabei um Luise aus Freudenberg. (Wir haben HIER über den Fall Luise berichtet)

Auf diesem Video ist nicht Luise aus Freudenberg zu sehen! – mimikama.org
Screenshot: WhatsApp-Video
Auf diesem Video ist nicht Luise aus Freudenberg zu sehen! – mimikama.org
Screenshot: WhatsApp-Video

Es handelt sich dabei nicht um Luise aus Freudenberg

Tatsächlich fand die grausame Tat in Heide statt und wurde bereits am 21. Februar 2023 angezeigt. Die Polizei hat daraufhin die Ermittlungen aufgenommen.

Auf dem Video, das uns und anderen Medien vorliegt, ist zu sehen, wie das Opfer gedemütigt und geschlagen wird. Das Mädchen soll auf die Nase geschlagen und mit Cola und Zigarettenasche übergossen worden sein.

Der Fall Luise hatte kürzlich in Deutschland für großes Entsetzen gesorgt, als ein 12-jähriges Mädchen von zwei anderen Mädchen im Alter von 12 und 13 Jahren erstochen wurde. Die Täterinnen gaben die Tat später zu.

Staatsanwaltschaft und Polizei warnen vor Falschmeldungen und Spekulationen

Nach dem Tötungsdelikt am vergangenen Wochenende in Freudenberg warnen Staatsanwaltschaft und Polizei vor Spekulationen und die dadurch entstehende Weiterverbreitung von Falschmeldungen.

Durch das breite Interesse der Öffentlichkeit und die damit verbundene Anteilnahme kommen immer wieder Gerüchte über die mutmaßlichen Hintergründe des Vorfalls auf. Offenkundig gibt es besonders in den sozialen Medien Spekulationen, die sich nicht mit dem aktuellen Stand der Ermittlungen decken. Das Informationsbedürfnis in der Öffentlichkeit ist im vorliegenden Fall sehr hoch, jedoch können aufgrund des Schutzes aller Persönlichkeitsrechte durch die Ermittlungsbehörden keine detaillierten Informationen veröffentlicht werden.

Staatsanwaltschaft und Polizei bitten daher, sich nicht an etwaigen Spekulationen zu beteiligen und die Diskussionen über die Hintergründe des Vorfalls, auch zum Schutz der Angehörigen, nicht zu befeuern.

Quellen:
Mädchen schlagen und demütigen 13-Jährige und filmen Taten (SHZ)
ZDF
Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
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