Die Behauptung
Die Wiener Kindergärten sollen Garderobensymbole wie Autos, Blumen oder Tiere verbieten, da Kinder sich möglicherweise nicht damit identifizieren könnten.
Falsch
Die Gerüchte sind falsch. Es gibt kein Verbot von Garderobensymbolen. Kindergärten in Wien dürfen weiterhin selbst entscheiden, ob sie Symbole, Fotos oder andere visuelle Hilfen verwenden möchten.
Kurze Faktenübersicht:
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- Kein Verbot der Symbole: Kindergärten können weiterhin Symbole wie Traktoren, Schiffe oder Herzen nutzen.
- Fotos als Alternative: Einige Einrichtungen haben auf Fotos der Kinder umgestellt, um die Garderoben zu kennzeichnen.
- Freie Entscheidung: Die Entscheidung über die Art der Markierungen liegt seit jeher bei den einzelnen Kindergärten.
Die Kronen Zeitung und andere Medien berichteten von einem angeblichen Verbot der beliebten Garderobensymbole. Diese Tradition, die in vielen Kindergärten seit Generationen genutzt wird, um den Kindern ihre persönlichen Plätze zuzuweisen, solle der politischen Korrektheit zum Opfer fallen.
Was steckt hinter den „Garderobensymbolen“ – Gerüchten?
Die Kronen Zeitung schürten in den letzten Tagen eine Debatte über eine angebliche neue Regelung in Wiens Kindergärten. Demnach sollten Symbole wie Haus, Apfel, Hase oder Pilz verschwinden, weil Kinder sich möglicherweise nicht mit diesen identifizieren könnten. Der Begriff „Zensur-Wahn“ machte die Runde, und viele Eltern zeigten sich empört.
Doch auf Nachfrage des „Standard“ bei der Magistratsabteilung 10 der Stadt Wien stellte sich schnell heraus: Ein Verbot gibt es nicht. „Es gibt keine Vorschrift, die die Nutzung von Symbolen in Kindergärten einschränkt oder verbietet“, sagt Mirjana Savic, Pressesprecherin der Wiener Kindergärten. Seit Jahren entscheiden die Einrichtungen selbst, ob sie mit Symbolen arbeiten oder nicht. Diese Freiheit bestand schon lange, und daran hat sich auch nichts geändert.
Warum die Aufregung um die Garderobensymbole?
In vielen Wiener Kindergärten werden seit jeher Symbole verwendet, um den Kindern ihre Garderobenplätze zuzuweisen. Ob es ein Schiff, ein Auto oder eine Blume ist – die Bildchen sollen den Kindern helfen, ihren Platz schnell zu finden. In manchen Einrichtungen haben sich diese Symbole jedoch im Laufe der Zeit verändert. Einige nutzen mittlerweile Fotos der Kinder oder andere persönliche Erkennungszeichen. Dies ist jedoch keine neue Regelung, sondern eine Entscheidung, die den Kindergärten überlassen bleibt.
Die Kronen Zeitung griff diese Entwicklungen auf und stellten sie als radikale Veränderung dar. Doch an den Fakten gemessen, gibt es keinen Grund zur Panik: Es steht den Kindergärten frei, weiterhin Symbole zu verwenden – oder eben nicht. Es handelt sich also um ein Missverständnis, das unnötig große Wellen geschlagen hat.
Was bleibt?
Die Garderobensymbole bleiben also, wenn Kindergärten dies wünschen. Sie dienen nach wie vor dazu, den Kindern eine Orientierung im oft hektischen Kindergartenalltag zu bieten. Ob Symbol, Foto oder Zeichnung – den Kindern soll es helfen, ihren Platz zu finden und sich wohlzufühlen.
Fazit zum Thema Garderobensymbole
Die Berichte über ein Verbot von Garderobensymbolen in Wiener Kindergärten sind unbegründet. Es gibt keine neue Regelung, und die Kindergärten haben weiterhin die Freiheit, ihre Garderobenplätze nach eigenem Ermessen zu kennzeichnen. Die vermeintliche Zensur entpuppt sich als Missverständnis.
Quelle: der Standard
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