Molotowcocktails und Tesla-Boykott: Musk wittert Verschwörung

Gewaltbereite Demonstrationen gegen Elon Musk, Tesla und DOGE nehmen zu.

Die Behauptung

Die Proteste gegen Elon Musk und DOGE eskalieren zunehmend, einige werden gewalttätig. Gleichzeitig rufen Boykott-Bewegungen zum Verkauf von Tesla-Autos und -Aktien auf, was die Verkaufszahlen einbrechen lässt. Musk sieht hinter den Protesten eine Verschwörung.

Wahr

Wahr! Ja, es gibt eine wachsende Protestbewegung gegen Elon Musk, die teils gewalttätig wird. Auch Tesla-Boykott-Aufrufe häufen sich.
Allerdings fehlen eindeutige Beweise, dass die Proteste der Hauptgrund für den Rückgang der Tesla-Verkäufe sind. Musks Verschwörungsbehauptungen sind unbelegt.

Kurze Faktenübersicht:

  • Zunahme der Proteste: Die „Tesla Takedown“-Bewegung ruft dazu auf, Tesla-Autos und -Aktien zu verkaufen.

  • Gewalttätige Vorfälle: Brandanschläge, Vandalismus und Schüsse auf Tesla-Standorte wurden gemeldet.

  • Sinkende Verkaufszahlen: Teslas Absatzzahlen sind weltweit eingebrochen – aber nicht allein wegen der Proteste.

  • Musks Verschwörungstheorien: Musk behauptet ohne Beweise, dass Demokraten oder Milliardäre hinter den Protesten stecken.

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Eskalierende Proteste gegen Musk und DOGE

Die Proteste gegen Elon Musk und das von ihm geleitete Department of Government Efficiency (DOGE) haben in den letzten Wochen sowohl in den USA als auch international an Intensität zugenommen. Die „Tesla Takedown“-Bewegung, die im Februar 2025 ins Leben gerufen wurde, ruft dazu auf, Tesla-Fahrzeuge und -Aktien zu verkaufen, um Musk wirtschaftlich zu schaden und seinen politischen Einfluss zu mindern. ​

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Weitere Informationen

Gewaltakte gegen Tesla-Eigentum

Neben friedlichen Demonstrationen gab es auch zahlreiche gewalttätige Aktionen gegen Tesla-Eigentum. In Oregon wurden Tesla-Autohäuser beschossen, und in Massachusetts wurden Supercharger-Stationen in Brand gesetzt. In Colorado wurde eine Frau festgenommen, die Molotowcocktails auf Tesla-Fahrzeuge warf und den Eingang eines Showrooms mit Graffiti besprühte. ​

Auswirkungen auf Verkäufe und Musks Vermögen

Die negativen Schlagzeilen und die zunehmende öffentliche Kritik haben zu einem signifikanten Rückgang der Tesla-Verkäufe geführt. In Märkten wie Deutschland und Australien sind die Verkaufszahlen drastisch gesunken. Der Aktienkurs von Tesla ist seit seinem Höchststand im Dezember um über 50 % eingebrochen, was zu einem Rückgang von Musks Nettovermögen von 464 Milliarden Dollar im Dezember auf 330 Milliarden Dollar führte. ​

Aktie mit starkem Rückgang – aber über Vorjahresniveau

Nicht nur die Proteste setzen Tesla unter Druck – auch die Verkaufszahlen und der Aktienkurs zeigen eine starke Korrektur nach einem vorherigen Höhenflug. Am 10. März 2025 verlor die Tesla-Aktie über 15 % an Wert und fiel auf 222,15 US-Dollar, den tiefsten Stand seit Oktober 2024. Seit dem Allzeithoch von rund 450 US-Dollar im Dezember 2024 hat sich der Kurs zwar mehr als halbiert, liegt aber immer noch über dem Niveau von Anfang 2024.

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Ein Hauptgrund ist die nachlassende Nachfrage nach Tesla-Fahrzeugen in mehreren Märkten. Analysten der UBS prognostizieren für das erste Quartal 2025 nur noch 367.000 ausgelieferte Fahrzeuge, was einem Rückgang von 26 % im Vergleich zum Vorquartal entspricht. Besonders drastisch ist der Rückgang in Europa (-40 %) und China (-50 % im Februar 2025). Allerdings betrifft der Einbruch nicht nur Tesla, sondern auch andere Autohersteller sehen sich mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert.

Branchenexperten machen Elon Musk selbst für die Probleme verantwortlich. Laut Electrek sei er zum eigentlichen „Tesla-Killer“ geworden – etwas, woran die Konkurrenz mit ihren Elektroautos jahrelang gescheitert ist. Die „Tesla Takedown“-Bewegung und die negativen Schlagzeilen rund um den Tesla-CEO verschärfen die Situation zusätzlich.

Musks Reaktion und politische Unterstützung

Elon Musk sieht hinter den Protesten und dem Rückgang der Tesla-Verkäufe eine gezielte Kampagne seiner politischen Gegner. Er beschuldigt unter anderem die Demokraten sowie die Milliardäre George Soros und Reid Hoffman, die Demonstrationen finanziell zu unterstützen, obwohl es dafür keine stichhaltigen Beweise gibt. US-Präsident Donald Trump hat öffentlich seine Unterstützung für Musk bekundet und angekündigt, einen Tesla zu kaufen, um sein Vertrauen in Musk zu zeigen.

Rechtliche Herausforderungen für DOGE

Das von Musk geleitete DOGE steht unter zunehmender rechtlicher Prüfung. Ein Bundesrichter hat die dringende Veröffentlichung von DOGE-Unterlagen angeordnet, wobei er auf die „beispiellose“ Macht und die „ungewöhnliche Geheimhaltung“ der Behörde hinwies. Diese Entscheidung folgt auf Bedenken hinsichtlich der Transparenz und der rechtlichen Grundlage von DOGE’s Handlungen, einschließlich umfangreicher Entlassungen und der Auflösung von Bundesbehörden ohne Zustimmung des Kongresses.

Fazit

Die Proteste gegen den Tesla-CEO und das DOGE haben in ihrer Intensität zugenommen und beinhalten sowohl friedliche Demonstrationen als auch gewalttätige Aktionen gegen Tesla-Eigentum. Während diese Ereignisse sicherlich einen Einfluss auf das öffentliche Image von Tesla haben, ist es unklar, inwieweit sie direkt für den Rückgang der Verkaufszahlen verantwortlich sind. Es ist wahrscheinlich, dass eine Kombination aus politischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren zu den aktuellen Herausforderungen von Tesla beiträgt.

Quellen: Business Insider, Politico, The Verge, YahooFinance

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