Epstein Files: Wie brisant sind die Enthüllungen wirklich?

Die Epstein-Akten sorgen für Schlagzeilen – doch was steckt wirklich hinter den Namen, Listen und Vorwürfen?

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Was genau sind die „Epstein Files“?

Der Begriff „Epstein Files“ steht für eine Vielzahl von Dokumenten, die im Zusammenhang mit dem verurteilten US-Finanzier und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein stehen. Diese umfassen gerichtliche Vernehmungsprotokolle, E-Mail-Korrespondenzen, Fluglisten, Adressbücher, Kalendereinträge und weitere Akten. Ein prominentes Beispiel ist das 943-seitige Dokumentenpaket aus dem Zivilprozess „Virginia Giuffre vs. Ghislaine Maxwell“ (2024), das namentliche Erwähnungen von rund 170 Personen enthält, darunter Bill Clinton und Prinz Andrew. Die bloße Nennung eines Namens jedoch belegt keine Schuld.

Ebenfalls brisant sind die Flugprotokolle von Epsteins Privatjets, die 2025 vom US-Justizministerium offiziell veröffentlicht wurden, viele davon waren allerdings bereits zuvor durch Gerichtsverfahren oder Medien bekannt. Zwar enthalten sie zahlreiche prominente Namen, doch viele der dokumentierten Flüge standen nachweislich in keinem strafrechtlich relevanten Zusammenhang und dienten geschäftlichen, wohltätigen oder gesellschaftlichen Anlässen. Auch der Name von Donald Trump taucht darin auf, ohne dass dies im Zusammenhang mit strafbarem Verhalten steht.

Die handschriftlichen Flugprotokolle, etwa das Logbuch von Pilot David Rodgers (siehe Abbildung), listen Flüge zwischen verschiedenen US-Städten mit wechselnden Gästen. Viele Namen sind abgekürzt oder nicht eindeutig. Das Justizministerium veröffentlichte diese Dokumente 2025 offiziell, nachdem sie bereits im Maxwell-Prozess als Beweismittel vorgelegt worden waren.

Epstein Files: Screenshot. Beispielseite aus dem handschriftlichen Fluglogbuch von Epsteins Privatjet, geführt vom Piloten David Rodgers. Dokumentiert sind Flugdaten, Routen und teilweise Namen von Passagieren. Dieses Dokument wurde im Prozess „U.S. v. Maxwell“ als Beweismittel eingereicht und 2025 offiziell durch das US-Justizministerium veröffentlicht.
Screenshot. Beispielseite aus dem handschriftlichen Fluglogbuch von Epsteins Privatjet, geführt vom Piloten David Rodgers. Dokumentiert sind Flugdaten, Routen und teilweise Namen von Passagieren. Dieses Dokument wurde im Prozess „U.S. v. Maxwell“ als Beweismittel eingereicht und 2025 offiziell durch das US-Justizministerium veröffentlicht.

Welche Inhalte wurden bisher offiziell veröffentlicht?

Die Veröffentlichung der sogenannten „Epstein Files“ erfolgt in mehreren Wellen. Ein bedeutender Meilenstein war der Januar 2024, als im Rahmen des US-Zivilverfahrens Virginia Giuffre vs. Ghislaine Maxwell rund 950 Seiten an Gerichtsunterlagen freigegeben wurden. Diese umfassen eidesstattliche Aussagen, E-Mail-Korrespondenzen, Kalendereinträge und Namenslisten.

Zu den dokumentierten Aussagen gehören unter anderem jene von Virginia Giuffre und Johanna Sjoberg, die über ihre Erfahrungen im Umfeld von Jeffrey Epstein berichten. Auch prominente Namen wie Bill Clinton, Prince Andrew, Glenn Dubin und Donald Trump tauchen in den Protokollen auf. Dabei gilt: In den freigegebenen Passagen gibt es keine belastenden Aussagen oder Hinweise auf strafbares Verhalten Trumps – im Gegenteil: Auf direkte Nachfrage, ob er je massiert wurde, antwortete die Zeugin deutlich mit „No“.

Screenshot aus dem offiziellen Gerichtsdokument im Fall „Giuffre vs. Maxwell“ (Seite 278/943). Die Zeugin verneint ausdrücklich, jemals Donald Trump massiert zu haben. In den freigegebenen Akten finden sich keine belastenden Aussagen gegen ihn. Quelle: U.S. District Court, SDNY – Virginia Giuffre vs. Ghislaine Maxwell, Case No. 1:15-cv-07433-LAP.
Dokument 1320, veröffentlicht am 3. Januar 2024.
Screenshot aus dem offiziellen Gerichtsdokument im Fall „Giuffre vs. Maxwell“ (Seite 278/943). Die Zeugin verneint ausdrücklich, jemals Donald Trump massiert zu haben. In den freigegebenen Akten finden sich keine belastenden Aussagen gegen ihn. Quelle: U.S. District Court, SDNY – Virginia Giuffre vs. Ghislaine Maxwell, Case No. 1:15-cv-07433-LAP.
Dokument 1320, veröffentlicht am 3. Januar 2024.

Diese Dokumente erwähnten zahlreiche prominente Namen, ohne jedoch strafrechtlich belastende Beweise zu liefern. Ende Februar 2025 veröffentlichte das US-Justizministerium weitere 200 Seiten, darunter Fluglisten, Beweislisten und Kontaktbücher.

Zusätzlich enthalten die Akten Adressbücher und handschriftliche Notizen („Massage-Listen“), die ein weitreichendes Netzwerk aus Kontakten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft abbilden. Medienberichte nennen über 250 mutmaßliche Opfer, was die Dimension des Falls unterstreicht. Die „Epstein Files“ sind keine geschlossene Sammlung, sondern das Ergebnis zahlreicher Verfahren, Ermittlungen und gerichtlicher Offenlegungen. In diesem Geflecht aus Akten, Aussagen und Indizien zeigt sich das Ausmaß eines der größten Missbrauchsskandale der jüngeren Geschichte.

Die folgenden Abschnitte enthalten eine detaillierte Analyse der veröffentlichten Akten, prominenter Namensnennungen und juristischer Bewertungen.

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Ein offizielles Beweisverzeichnis (Evidence Log 50D-NY-3027571), veröffentlicht durch das US-Justizministerium, dokumentiert Dutzende digitaler und physischer Asservate – darunter Massagetische, Fotos, Computer, Speichermedien, handschriftliche Notizen und CDs mit sensiblen Inhalten. Unter anderem enthält der Bericht eine als „girl pics nude book 4“ beschriftete CD, Massagetische in verschiedenen Farben, Jahrbücher, iPads, Kameras, USB-Sticks und ein Dokument mit „namen“, die bisher nur teilweise veröffentlicht wurden.

Screenshot-Auszug aus dem offiziellen Evidence Inventory 50D-NY-3027571 des U.S. Department of Justice. Dokumentiert: gesicherte Beweise im Fall Jeffrey Epstein – darunter digitale Medien, Fotos, Möbelstücke, Notizen und Computer.
Screenshot-Auszug aus dem offiziellen Evidence Inventory 50D-NY-3027571 des U.S. Department of Justice. Dokumentiert: gesicherte Beweise im Fall Jeffrey Epstein – darunter digitale Medien, Fotos, Möbelstücke, Notizen und Computer.

Justizministerin Pamela Bondi betonte, man wolle Transparenz schaffen. Doch der Inhalt dieser Dokumente brachte laut Medien kaum neue Erkenntnisse. Parallel tauchten im Februar 2025 Aktenkopien bei rechten Social-Media-Influencern auf, deren Herkunft unklar bleibt. Mitte 2025 folgte der nächste Paukenschlag: Elon Musk behauptete öffentlich, Donald Trump sei in bislang unveröffentlichten Aktenabschnitten namentlich genannt.

Trumps Dementi sorgte für eine breite mediale Debatte, ohne dass neue Beweise bekannt wurden. Fakt ist: Ein Großteil der „Epstein Files“ liegt weiterhin unter Verschluss. Tausende Seiten sind laut US-Justiz noch nicht freigegeben worden. Die fragmentarische Veröffentlichung befeuert Spekulationen.

Warum führen die „Epstein Files“ zu Spekulationen und Debatten?

Die politische Brisanz der „Epstein Files“ resultiert nicht nur aus ihren Inhalten, sondern auch aus der Art ihrer Veröffentlichung. Der Fall wird immer wieder von medialen und politischen Akteuren instrumentalisiert. So nutzte Elon Musk im Juni 2025 die öffentliche Bühne, um Vorwürfe gegen Donald Trump zu erheben. Diese Dynamik fördert eine mediale Aufladung, die weniger auf Fakten als auf Vermutungen basiert.

Demokratische Kongressabgeordnete forderten nach Musks Aussage die vollständige Offenlegung aller Akten, um Transparenz zu schaffen. Gleichzeitig kritisierten Medien wie die „New York Times“ und die „FAZ“ die bisherigen Freigaben als inhaltlich dürftig. Der Wunsch nach Aufklärung trifft auf eine von Geheimhaltung geprägte Aktenpolitik. Das öffnet Tür und Tor für Verschwörungstheorien und Spekulationen. Die Namensnennung prominenter Personen ohne Kontext wird häufig missinterpretiert. Dabei betonen seriöse Quellen wie die „Tagesschau“, dass eine Nennung allein keine Schuld impliziert. Die fehlende Vollständigkeit der Datenlage verhindert eine abschließende Bewertung und lässt Raum für Interpretationen.

Ein Beispiel: Am 27. Februar 2025 forderte US-Justizministerin Pamela Bondi in einem Schreiben an FBI-Direktor Kash Patel die vollständige Herausgabe aller Epstein-Dokumente – inklusive Ton- und Videoaufnahmen. Sie erklärte, dass sie bisher nur rund 200 Seiten erhalten habe, während das FBI-Feldbüro New York offenbar zehntausende weitere Seiten verwahrte. Bondi ordnete eine sofortige Untersuchung an und setzte dem FBI eine Frist von 24 Stunden zur Nachlieferung. Dieses Schreiben wurde öffentlich und verdeutlicht die Unklarheit über den tatsächlichen Umfang der Ermittlungsakten.

Quelle: U.S. Department of Justice / Schreiben von Attorney General Pamela Bondi an FBI-Direktor Kash Patel vom 27. Februar 2025
Quelle: U.S. Department of Justice / Schreiben von Attorney General Pamela Bondi an FBI-Direktor Kash Patel vom 27. Februar 2025

Expertenkritik und mediale Reaktionen auf die Aktenfreigabe

Juristen, Journalisten und Opferanwälte sehen die bisherige Aktenfreigabe kritisch. So erklärte der ehemalige Bundesrichter Paul Cassell gegenüber „DW.com“, dass die selektive Offenlegung der Dokumente den öffentlichen Diskurs verzerrt. Auch Opferanwältin Lisa Bloom forderte im Interview mit „CBS News“ mehr Transparenz: „Nur wenn alle Akten offenliegen, kann die Gesellschaft verstehen, wer welchen Anteil an diesem Skandal trägt.“ Medien wie „Stuttgarter Zeitung“, „FAZ“ und „RND“ kritisierten, dass die bisher veröffentlichten Unterlagen wenig neue Erkenntnisse brachten.

Die „New York Times“ bezeichnete die Freigabe der 200 Seiten als „Symbolpolitik“. Laut „Justice.gov“ befinden sich noch mehrere Tausend Seiten in behördlicher Verwahrung. Die journalistische Aufarbeitung bleibt eine Herausforderung. Denn viele der Dokumente sind geschwärzt oder nur bruchstückhaft einsehbar. Das fördert nicht nur Misstrauen, sondern erschwert auch die strafrechtliche Bewertung. Hinzu kommt: Einige Akten sollen angeblich an Personen aus dem rechten Influencer-Milieu durchgestochen worden sein, was deren Authentizität infrage stellt. Auch hier fehlt eine unabhängige Prüfung. Ohne vollständige Einsicht droht der Fall Epstein zur Projektionsfläche für politische Lagerkämpfe zu verkommen.

Timeline: Die Veröffentlichungen der Epstein-Dokumente

📆 Datum🗂️ Ereignis
2005–2006Polizei Palm Beach beschlagnahmt das Adressbuch und die Telefonnotizen Epsteins.
2008Epstein schließt umstrittenen Deal mit Staatsanwaltschaft – vermeidet Prozess.
2019Epstein stirbt in Haft (offiziell Suizid).
2021Maxwell-Prozess: Erste Fluglisten und Zeugenaussagen veröffentlicht.
Januar 2024US-Gericht veröffentlicht fast 950 Seiten in Giuffre vs. Maxwell.
Februar 2025Das Justizministerium gibt 200 Seiten Ermittlungsdokumente frei.
Juni 2025Elon Musk behauptet öffentlich, Trumps Name sei in „geheimen Akten“ – ohne Beweise.
bis heuteKeine Anklage, kein Ermittlungsverfahren gegen Trump aus diesen Akten.

FAQ: Was sind die „Epstein Files“ – und was steht wirklich drin?

Was sind die Epstein Files überhaupt?

Die „Epstein Files“ sind kein einzelnes Dokument, sondern ein Sammelbegriff für hunderte Seiten aus Gerichtsprozessen, Ermittlungen und Beweismitteln rund um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Dazu zählen: Zivilklagen von Missbrauchsopfern, Zeugenaussagen, Auszüge aus Flugprotokollen, Adressbücher und Kalender, Interne FBI-Listen

Der Begriff wurde vor allem durch Medienberichte geprägt, insbesondere nach Freigaben durch US-Gerichte und das Justizministerium ab 2024.

Wer war Jeffrey Epstein?

Jeffrey Epstein war ein US-Investor, der wegen Sexualverbrechen an Minderjährigen verurteilt wurde. Er starb 2019 im Gefängnis unter ungeklärten Umständen. Der Fall entwickelte sich zu einem der größten Missbrauchsskandale in den USA.

Woher stammen diese Dokumente?

Die meisten stammen aus drei Quellen:

– Zivilprozess Virginia Giuffre vs. Ghislaine Maxwell (2024)
Hier wurden knapp 950 Seiten an Gerichtsakten veröffentlicht.
– Offizielle Ermittlungen der US-Justiz
Im Februar 2025 gab das Justizministerium eine Auswahl von 200 Seiten frei – darunter Fluglisten, Kontakte, Beweismittel.
– Leaks und Medienzugänge
Einige Inhalte tauchten über Journalisten, Whistleblower oder auf Plattformen wie Twitter/X auf – ihre Echtheit ist teils schwer überprüfbar.

Warum sind die Flugprotokolle so oft Thema?

Weil sie dokumentieren, wer mit Epsteins Privatjet („Lolita Express“) geflogen ist. Viele bekannte Namen tauchen dort auf – darunter Politiker, Geschäftsleute und Prominente. Aber:
Eine Nennung bedeutet nicht automatisch Mitwisserschaft oder Beteiligung. Oft handelte es sich um reguläre Reisen, z. B. zu Konferenzen oder Spendenveranstaltungen.

Wird Donald Trump in den Epstein Files erwähnt?

Ja – sein Name taucht in mehreren Kontexten auf:

Er war in Epsteins Adressbuch verzeichnet. Laut früheren Medienberichten nahm er an Veranstaltungen teil, bei denen Epstein anwesend war. Auch sein Name findet sich in frühen Fluglisten, allerdings nicht in Verbindung mit mutmaßlichen Straftaten. Bis heute liegt keine öffentliche Anklage oder belastende Aussage gegen Trump in diesen Dokumenten vor.

Welche anderen bekannten Namen stehen in den Dokumenten?

Beispielsweise:

Bill Clinton (ehemaliger US-Präsident)
Prinz Andrew (britisches Königshaus)
Larry Summers (ehem. Harvard-Präsident)
Jean-Luc Brunel (Modelagent, später angeklagt)

Wichtig: Die meisten Namen tauchen im Kontext von Kontakten, Partys, Reisen oder Geschäftsbeziehungen auf – nicht als Beschuldigte.

Warum wurden nicht alle Akten veröffentlicht?

Das US-Justizministerium hat nur einen kleinen Teil öffentlich gemacht.
Gründe: Schutz von Opfern, Datenschutzrechte, Laufende Ermittlungen, Geheimhaltungsstufen
Laut offizieller Aussage liegen „tausende Seiten“ noch unter Verschluss. Diese selektive Freigabe sorgt immer wieder für Spekulationen und Verschwörungstheorien.

Was hat Elon Musk mit den Epstein Files zu tun?

Im Juni 2025 behauptete Elon Musk öffentlich, der Name von Donald Trump sei in den bislang unveröffentlichten Epstein-Akten enthalten. Das sorgte für eine politische Schlammschlacht. Belege dafür legte Musk jedoch nicht vor – viele Beobachter halten die Äußerung für Teil eines persönlichen Rachefeldzugs.

Was wurde bislang juristisch daraus?

Trotz öffentlicher Aufmerksamkeit gab es keine neuen strafrechtlichen Anklagen gegen bekannte Persönlichkeiten auf Basis der bislang veröffentlichten Akten.
Ghislaine Maxwell wurde 2022 rechtskräftig verurteilt.
Gegen mehrere Nebenfiguren (z. B. Jean-Luc Brunel) wurde ermittelt – teils endeten die Verfahren durch Tod oder fehlende Beweise.
Jeffrey Epstein selbst starb 2019 im Gefängnis – offiziell durch Suizid, was bis heute umstritten ist.

Warum ist das Thema so anfällig für Verschwörungserzählungen?

Weil es mehrere Faktoren vereint:
Prominente Namen + Sexverbrechen + Geheimhaltung = ideale Projektionsfläche
Viele Akten sind noch unter Verschluss – das befeuert Spekulationen
Zahlreiche Desinformationskanäle nutzen das Thema, um eigene Agenden zu bedienen („die Eliten vertuschen alles“)
Wichtig: Kritische Nachfragen sind berechtigt – aber echte Aufklärung braucht Beweise, keine Fantasie.

In welchen Dokumenttypen taucht Trump auf?

Adressbuch („Little Black Book“) von Epstein:
Trumps Kontaktdaten stehen darin – belegt durch Ermittlungen von 2005. Keine Hinweise auf Straftaten.

Telefonnotizen aus Epsteins Anwesen:
Zwei Anrufvermerke belegen, dass Trump Epstein 2004 telefonisch kontaktierte. Inhalt unbekannt. Kein Hinweis auf Fehlverhalten.

Flugprotokolle:
Trump taucht siebenmal als Passagier auf – u.a. mit Familienmitgliedern. Keine Hinweise auf Minderjährige oder strafbare Handlungen.

Zeugenaussagen von Opfern:
Virginia Giuffre sagte unter Eid: „Ich habe nie gesehen oder erlebt, dass Donald Trump an diesen Handlungen teilnahm.“ Auch die Zeugin „Jane“ bestätigte: Trump habe sich ihr gegenüber korrekt verhalten.

E-Mail-Korrespondenz:
Die einzige explizite Anschuldigung (Sarah Ransome) wurde zurückgezogen und später von ihr selbst als frei erfunden bezeichnet.

Zivilklage 2016 (Katie Johnson):
Eine Klage gegen Trump & Epstein wurde ohne Anhörung zurückgezogen. Sie ist öffentlich, aber gilt als unbelegt.

Gesellschaftliche Kontakte & Fotos:
Trump und Epstein sind auf gemeinsamen Partys dokumentiert – u.a. 1992 in Mar-a-Lago. Diese Aufnahmen stammen jedoch nicht aus den Epstein-Files, sondern aus alten Medienarchiven.

Enthalten die Akten Beweise für strafbares Verhalten Trumps?

Nein. In allen bislang freigegebenen Akten:
-keine Anschuldigungen durch Opfer
-keine belastenden Aussagen durch Zeugen
-keine strafrechtlichen Ermittlungen
-kein Fehlverhalten in Fluglogs oder E-Mails nachgewiesen

Alle Nennungen beziehen sich auf Kontakte, Reisen oder Bekanntschaften – aber nicht auf Verbrechen.

Was ist dran an den Gerüchten über „versteckte Trump-Beweise“?

Einige Politiker, Influencer (z. B. Elon Musk) und Kommentatoren behaupten, Trumps Name sei „überall“ in den Epstein-Akten – oder es gäbe „unterdrückte Beweise“.

Fakt ist:
-Es gibt keine geheime Liste, die Trump belastet.
-Alle relevanten Akten sind entweder veröffentlicht oder wurden von Gerichten als unbegründet verworfen.
-Mehrere Gerichtsfreigaben haben explizit nichts Belastendes über Trump enthalten.

Diese Aussagen sind dokumentiert und öffentlich einsehbar – wer anderes behauptet, sollte auch entsprechende Belege liefern.

Gibt es politische oder juristische Folgen für Trump?

Bisher nicht.
-Keine neuen Ermittlungen
-Keine Anklagen
-Kein Verfahren auf Grundlage der „Epstein Files“

Trump selbst betont, er habe Epstein seit Jahren nicht mehr getroffen – und sei kein Fan gewesen. Sein Verhalten wurde weder von Opfern noch von Ermittlern strafrechtlich kritisiert.

Fazit: Was wissen wir – was nicht?

Bekannt:

  • Epstein hatte ein riesiges Netzwerk aus Kontakten, auch in hohe Kreise.
  • Viele Opfer meldeten sich – oft mit belastbaren Aussagen.
  • Es gibt viele Akten, aber nur ein Teil ist öffentlich.

Nicht bewiesen:

  • Dass alle genannten Personen in Missbrauchsfälle verwickelt sind
  • Dass eine „Eliteverschwörung“ bewusst Vertuschung betreibt
  • Dass Trump oder andere Promis konkrete Straftaten begangen haben (zumindest laut bisherigen Akten)

Quellen

U.S. Department of Justice (Press Release): “Attorney General Pamela Bondi Releases First Phase of Declassified Epstein Files”
justice.gov
(offizielle Ankündigung, Feb. 2025).

Associated Press – “No big new revelations in Jeffrey Epstein files released by Justice Department”
apnews.com
(Analyse des Inhalts der Feb. 2025-Freigabe: Fluglisten, Kontaktbuch, wenig Neues).

Associated Press – “Unsealing of documents related to decades of Jeffrey Epstein’s sexual abuse… concludes”
apnews.com
(Januar 2024: Depositionen Giuffre/Maxwell/Epstein, wenig zusätzliche Informationen).

Associated Press (Fact Check) – “Judge ordered release of people named in court docs related to Epstein…”
apnews.com
(Klärung: Es wurden ~150 Namen – Opfer, Zeugen, Mitarbeiter – freigegeben, nicht eine geheime Täterliste).

Al Jazeera – “Jeffrey Epstein list: Whose names are on the newly unsealed documents?”
aljazeera.comal
(Wichtige Namen aus den Jan.-2024-Dokumenten: Prince Andrew, Donald Trump, Bill Clinton, Alan Dershowitz u.v.m.; Kontext).

Al Jazeera – “What has Musk accused Trump of in relation to the Epstein files?”
aljazeera.com
(Zusammenfassung, was die „Epstein Files“ sind; Musk-Tweet, fehlende Belege).

NBC News – “Justice Department’s Epstein files include old flight logs and redacted address book”
mynbc15.com
(Zusammenfassung: Freigegebene Flugprotokolle und Adressbuch, dazu rote Beweismittelliste; Quote DOJ-Notiz).

Euronews – “What are the Epstein files Musk accuses Trump of being mentioned in?”
euronews.com
(Überblick über freigegebene Dokumente inkl. Opfervollständigung, Erwähnung Trump/Clinton/Andrew, Metadaten).

Business Insider – “Musk says Trump is in the ‘Epstein files.’ Here’s where the president has shown up in unsealed records.”
businessinsider.nl
(Hinweis: Trumps Name findet sich in Epsteins Kontaktbuch und Flugprotokollen, so Insider; Musk-Behauptung).

LiveNOW Fox – “Are the Epstein files still sealed? Here’s what we know”
livenowfox.com
(Erklärung: Begriff „Epstein-Files“, bisherige Freigaben, was offen/unter Verschluss ist, offizieller Stand).

Rep. Dan Goldman (NY) – Presserklärung “Elon Musk Confirms Rep. Dan Goldman’s Suspicion – Pam Bondi Is Hiding the Epstein Files…”
goldman.house.gov
(Aussage eines Kongress-Abgeordneten zu Freigabevorwürfen; nicht unparteiisch, aber dokumentiert).

TIME Magazine – “The Biggest Names from Jeffrey Epstein’s Unsealed Court Documents”
time.com
(Artikel Jan. 2024: Erwähnung hoher Personen ohne neue Anschuldigungen, inkl. Sjoberg-Deposition, William auch „hat nichts bewiesen“).

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