Die Behauptung
Donald Trump verbreitete auf seiner Social-Media-Plattform eine Geschichte, laut der Barack Obama durch das Gesundheitsprogramm „Obamacare“ persönliche Schmiergelder erhalten habe.
Aufgestellt von: Donald Trump
Falsch
Die Geschichte stammt von der Satire-Website „America’s Last Line of Defense“, die ausdrücklich darauf hinweist, dass ihre Inhalte nicht wahr sind. Es gibt keine Belege oder offiziellen Dokumente, die angebliche Zahlungen an Obama zeigen. Reuters bestätigte, dass die gesamte Meldung erfunden wurde.
Es handelt sich um diesen Statusbeitrag von Donald Trump
Trump teilte die Behauptung „BREAKING: DOGE halts yearly payment of $2.5 million to Barack Obama for „royalties linked to Obamacare.“
Obama has collected this payment since 2010, for a total of $40 million in taxpayer dollars.“ / „EILMELDUNG: DOGE stellt jährliche Zahlung von 2,5 Millionen Dollar an Barack Obama für „Lizenzgebühren im Zusammenhang mit Obamacare” ein.
Obama hat diese Zahlung seit 2010 erhalten, insgesamt 40 Millionen Dollar aus Steuergeldern.“
Analyse – Die Fakten dahinter
Die von Trump geteilte Behauptung erschien ursprünglich auf der US-amerikanischen Satire-Seite „America’s Last Line of Defense“ / The Dunning Kruger Times, die über sich selbst schreibt: „Everything on this website is fiction.“
Die Seite ist bekannt für übertriebene, fiktive Texte, die als politische Parodie gedacht sind, aber regelmäßig von Leser:innen (und teils auch Politiker:innen) für echte Nachrichten gehalten werden.
In diesem Fall ging es um angebliche Lizenzzahlungen, die Obama über das Gesundheitsministerium für seine frühere Rolle bei der Einführung von „Obamacare“ erhalten haben soll. Diese Behauptung ist frei erfunden.
Trump teilte den Artikel ohne Hinweis auf dessen satirischen Ursprung und kommentierte ihn, als handle es sich um eine echte Enthüllung. Damit verbreitete er eine nachweislich falsche Behauptung, die bereits im März 2025 von Reuters als Satire identifiziert und entkräftet wurde.
Trump nutzt solche Falschmeldungen vermutlich nicht aus Unwissenheit, sondern als strategisches Werkzeug. Indem er sie teilt, provoziert er Empörung, mobilisiert seine Anhängerschaft und kann sich im Nachhinein auf Ironie oder Missverständnis berufen. Dieses Muster – Desinformation streuen, Reaktion beobachten, Kritik als Angriff darstellen – ist ein fester Bestandteil seiner Kommunikationsstrategie.
Wirkung & Mechanismus
Diese Art von Falschmeldung funktioniert, weil sie Misstrauen und Wut gegen politische Gegner schürt.
Satire verliert ihre Funktion, wenn sie von politischen Akteuren bewusst oder fahrlässig als Realität dargestellt wird. In Trumps Fall verstärkt das den Eindruck, dass er gezielt jede Geschichte nutzt, die seinem Feindbild nützt – unabhängig davon, ob sie wahr ist.
Viele seiner Anhänger interpretieren solche Posts zudem als „Beweis“ für angebliche Korruption, was das Vertrauen in demokratische Institutionen weiter schwächt.
Fazit
Die Behauptung ist falsch. Sie beruht auf einer satirischen Quelle und wurde von Trump ohne Prüfung weiterverbreitet. Das zeigt, wie leicht sich politische Kommunikation mit Desinformation vermischt – besonders, wenn sie Emotionen statt Fakten bedient.
Faktenbarometer
🟥 Manipulativ:
Trumps Beitrag stellt eine Satire als Tatsache dar. Die Geschichte ist erfunden, aber ihre Weiterverbreitung erfüllt den Zweck politischer Stimmungsmache.
Lesen Sie auch: Trump schrieb kein „F**K YOU“ an Amerika: Angeblicher Truth Social-Post ist gefälscht
Kostenlos · der tägliche Mimikama-Newsletter
Fakten statt Aufregung. Direkt in dein Postfach.
Die wichtigsten Faktenchecks und Meldungen des Vortags – jeden Morgen kostenlos und unabhängig vom Social-Media-Algorithmus.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.
