Trump hetzt an Thanksgiving: Migration aus Drittweltländern dauerhaft stoppen!

Statt Dankbarkeit: Donald Trump nutzt das Erntedankfest für eine rassistisch aufgeladene Hetzrede gegen Migranten – und sorgt mit seiner Wortwahl für Entsetzen.

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Thanksgiving? Nein – Trump erklärt den „Krieg gegen Migranten“

Es hätte ein Tag der Dankbarkeit, der Gemeinschaft und des Zusammenhalts sein sollen. Doch Donald Trump nutzte den amerikanischen Nationalfeiertag nicht etwa für versöhnliche Worte, sondern für eine neue, eiskalte Attacke gegen Migranten – mit einer Botschaft, die sich wie ein Manifest der Spaltung liest.

In den frühen Morgenstunden ließ Trump auf „Truth Social“ seine Empörung freien Lauf. Seine Botschaft? Unverblümt, radikal, gefährlich: Er werde die Migration aus sämtlichen „Third World Countries“ dauerhaft stoppen. Kein Konjunktiv, kein Vielleicht – sondern ein klarer Machtanspruch, verbunden mit der Forderung, Millionen Menschen aus dem Land zu werfen.

🗣️ Trump schrieb auf Truth Social:

„I will permanently pause migration from all Third World Countries to allow the U.S. system to fully recover,“

Trump hetzt an Thanksgiving: Migration aus Drittweltländern dauerhaft stoppen!

Dabei schreckt er nicht vor dem Vokabular eines autoritären Hardliners zurück. Er spricht von der Notwendigkeit, das US-System „zu erholen“, von der „Terminator“-artigen Vernichtung aller von Biden genehmigten Aufenthaltsrechte und von der „Entfernung“ all jener, die „kein Netto-Vorteil“ seien oder „unfähig, unser Land zu lieben“. Einwanderer als Rechenexempel und Sicherheitsrisiko – willkommen in Trumps Thanksgiving-Welt.

Ein ähnlicher Tonfall war bereits 2017 zu hören, als er Länder wie Haiti oder Nigeria als „shithole countries“ bezeichnete. Damals wie heute: Der Protest war groß – geändert hat sich nichts. Oder schlimmer noch – die Rhetorik ist heute radikaler denn je.

Der Auslöser? Ein Einzelfall, skrupellos politisch ausgeschlachtet

Was Trump nicht offen sagt, aber jeder erkennen kann: Seine radikale Thanksgiving-Rede kommt nicht zufällig genau an diesem Tag. Nur Stunden zuvor erschoss in Washington D.C. ein afghanischer Asylbewerber eine Nationalgardistin. Der Täter: Rahmanullah Lakanwal – eingereist 2021 mit Sonderstatus für afghanische Ortskräfte nach dem US-Abzug aus Kabul.

Noch war weder Motiv noch psychischer Zustand bekannt, da bastelte Trump bereits an seinem politischen Narrativ: Migration = Gefahr. Flüchtling = Terrorist.
Seine Antwort: „Remove anyone who does not belong here“ – also raus mit allem, was fremd erscheint. Keine Differenzierung. Kein Prozess. Kein rechtsstaatlicher Gedanke. Nur blanker Populismus auf Kosten eines Einzelfalls.

Und als wäre das nicht schon schamlos genug, zog die US-Einwanderungsbehörde USCIS noch am selben Tag nach: Green Cards von Migranten aus 19 Ländern – darunter Afghanistan, Iran, Somalia und Venezuela – sollen „neu geprüft“ werden.
Offiziell hat das nichts mit dem Fall zu tun. Aber der Zeitpunkt sagt alles. Trumps Hetze ist längst Regierungspraxis. Die nächste Eskalationsstufe ist nur eine Frage der Tageszeit.

Die Masche hinter Trumps Radikal-Post

Was wie ein Wutausbruch klingt, ist in Wahrheit Teil eines altbekannten Musters. Trumps Kommunikation folgt immer demselben Prinzip: provozieren, spalten, dominieren. Die „Truth Social“-Beiträge erscheinen chaotisch, sind aber strategisch kalkuliert – mit einem Ziel: Aufmerksamkeit generieren, Gegner entmenschlichen und sich selbst als Retter inszenieren.

Die Formulierung, Migration „dauerhaft zu pausieren“, klingt harmlos – ist aber verfassungsrechtlich höchst fragwürdig. Noch dazu spricht er offen von „Denaturalisierung“, also der Aberkennung bereits vergebener Staatsbürgerschaften. Ein rechtlicher Wahnsinn, der nicht nur moralisch, sondern auch juristisch extrem problematisch ist. Kein Präsident hat in der Geschichte der USA je derart unverblümt mit einem Entzug legaler Rechte gedroht.

Hinzu kommt: Trump nennt keine einzige konkrete Maßnahme, wie das Ganze umgesetzt werden soll. Statt Fakten, wieder nur heiße Luft – und eine Prise autoritäre Fantasie.

Die gezielte Verwendung des Begriffs „Third World Countries“ ist ebenfalls kein Zufall. Er ist politisch aufgeladen, abwertend und aus der kolonialistischen Mottenkiste. Trump weiß das. Und er nutzt ihn, um bewusst rassistische Ressentiments zu schüren – vor allem in seiner Kernwählerschaft.

Wem nützt dieser toxische Zirkus eigentlich?

Hinter all der Empörung steckt Kalkül. Trump ist nicht mehr Kandidat – er ist wieder Präsident. Und genau deshalb dreht er jetzt völlig frei. Denn er hat nichts mehr zu verlieren. Keine Wahl mehr zu gewinnen. Keine demokratische Bremse mehr im Nacken. Also macht er das, was er am besten kann: Ängste schüren, Feindbilder liefern, den starken Mann geben.

Mit Attacken auf Migranten, Journalistinnen und politische Gegner lenkt er nicht nur von seinen eigenen Gerichtsprozessen ab, sondern bespielt gezielt die mediale Eskalation – jede Schlagzeile ein Machtbeweis, jede Lüge ein Test, wie weit er gehen kann.

Profitieren tun nicht nur Trump und seine Bewegung, sondern auch rechtsnationale Thinktanks, Boulevardmedien und politische Lobbygruppen, die auf eine restriktivere Migrationspolitik hinarbeiten. Die Rhetorik schafft ein Klima, in dem Abschottung, Ausgrenzung und Gewalt salonfähig gemacht werden.

Beispiel gefällig? In Texas griffen in diesem Jahr mehrere selbsternannte „Grenzschützer“ auf offener Straße Migranten an. Getrieben von dem Gefühl, „ihr Land zurückholen“ zu müssen. Wer ihnen dieses Gefühl vermittelt hat, lässt sich leicht erraten.

Und dann wären da noch die medialen Profiteure: Sender wie Fox News springen auf jede noch so provokante Trump-Äußerung an, um Einschaltquoten zu steigern. Die Aufregung ist Geschäft – auf beiden Seiten.

Fazit: Diese Worte sind keine Warnung – sie sind ein Alarm

Donald Trump hat an Thanksgiving nicht nur gegen politische Gegner geschossen. Er hat gezeigt, wie weit er bereit ist zu gehen. Wer meint, das sei nur eine weitere Provokation, der verkennt die Strategie: Worte schaffen Realität. Und Trumps Realität ist eine, in der Menschenrechte nichts mehr zählen – solange sie nicht in sein Weltbild passen. Es liegt an uns, diesem Hass die Stirn zu bieten.


Warum berichtet Mimikama über Trumps Thanksgiving-Post?

Weil dieser Post mehr ist als nur politische Rhetorik – er ist digitale Brandstiftung. Wenn ein (wiedergewählter) Präsident offen von „Reverse Migration“, „Denaturalisierung“ und „Third World Countries“ spricht, dann ist das nicht nur Hetze, sondern Desinformation mit globaler Reichweite. Trumps Worte werden verfremdet, geteilt, übersetzt und instrumentalisiert – sie tauchen in rechten Telegram-Kanälen, auf TikTok, in Facebook-Kommentaren und Meme-Gruppen auf. Plötzlich wird aus einem amerikanischen Wahn eine europäische „Warnung“.

Und genau da setzt unsere Arbeit an: Wenn Sprache zur Waffe wird, wenn Lügen als Fakten verkauft werden und wenn politische Macht genutzt wird, um Menschen pauschal zu entwerten, dann ist das kein amerikanisches Problem mehr – sondern unser aller digitales Risiko.

Wir berichten, weil wir zeigen müssen, wie perfide und global die Mechanismen hinter solchen Aussagen funktionieren. Und weil Wegsehen keine Option ist.

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