Facebook-Seite „Erbe der Geschichte“ verbreitet Fake-Crime-Stories und manipulativen Clickbait

Die Facebook-Seite „Erbe der Geschichte“ gibt vor, historische und gesellschaftliche Inhalte zu teilen. Tatsächlich verbreitet sie jedoch reißerische Fake-Crime-Geschichten, irreführende Bildmontagen und emotionale Clickbait-Beiträge, die Nutzer:innen auf dubiose externe Webseiten locken.

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Nach unserer Einschätzung handelt es sich nicht um eine seriöse Informations- oder Geschichtsseite, sondern um ein typisches Reichweitenprojekt, wie es aus dem Umfeld von Desinformations- und Clickbait-Netzwerken bekannt ist.

Reißerische Gewaltgeschichten statt Information

Beiträge der Seite arbeiten regelmäßig mit extrem emotionalen Schlagzeilen wie
„Sie ging von der Schule nach Hause – und kam nie an“.

Facebook-Seite Erbe der Geschichte verbreitet Fake-Crime-Stories und manipulativen Clickbait

Solche Formulierungen sind kein Zufall. Sie dienen dazu, Angst, Mitleid oder Schock auszulösen und Nutzer:innen zum Klicken zu bewegen. Sachliche Einordnung, überprüfbare Fakten oder transparente Quellen fehlen dabei meist vollständig.

Manipulative Bildsprache

Auffällig ist der massive Einsatz von Bildern, die Seriosität und Authentizität suggerieren sollen:
Polizeieinsätze, Tatorte, Rettungskräfte, Leichenfunde, verpixelte Gesichter, Pfeile, Kreise und Collagen.

Diese visuelle Dramatisierung ist ein bekanntes Mittel aus dem Clickbait-Bereich. Bilder stammen häufig aus anderen Fällen, anderen Ländern oder völlig anderen Zusammenhängen, werden aber so präsentiert, als belegten sie die jeweilige Geschichte.

Verlinkung auf dubiose Fake-News-Seiten

Nahezu alle Beiträge führen auf externe Webseiten wie cnewsfm.com. Diese Seiten geben sich als Nachrichtenportale aus, verfügen jedoch über kein transparentes Impressum, keine nachvollziehbare Redaktion und keine überprüfbaren Quellen.

Facebook-Seite „Erbe der Geschichte“ verbreitet Fake-Crime-Stories und manipulativen Clickbait

Mehrere Angaben auf diesen Seiten sind nachweislich falsch oder frei erfunden.

Auffällige Seitenverwaltung aus dem Ausland

Laut den öffentlich einsehbaren Seiteninformationen wird „Erbe der Geschichte“ nicht aus dem deutschsprachigen Raum betrieben. Als Hauptstandorte der Seitenadministration werden Vietnam und die Philippinen angegeben.

Facebook-Seite „Erbe der Geschichte“ verbreitet Fake-Crime-Stories und manipulativen Clickbait

Das allein ist kein Beweis für Desinformation. In Kombination mit Fake-Inhalten, fehlender Transparenz und systematischem Clickbait ist es jedoch ein klares Warnsignal, wie man es von Reichweiten- und Desinformationsseiten kennt.

Wiederholte Nutzerwarnungen

Zahlreiche Facebook-Nutzer:innen warnen seit Monaten öffentlich vor der Seite. Genannt werden unter anderem erfundene Inhalte, manipulatives Vorgehen und falsche Angaben im Umfeld der verlinkten Webseiten. Diese Hinweise stammen aus unterschiedlichen Zeiträumen und von unabhängigen Personen.

Unsere Bewertung

„Erbe der Geschichte“ verbreitet Fake-Crime-Stories und emotionalen Clickbait.
Die Seite arbeitet nicht journalistisch, sondern manipulativ. Ziel ist Reichweite und Weiterleitung auf dubiose Drittseiten – nicht Information oder Aufklärung.

Empfehlung an Nutzer:innen

Solche Inhalte nicht teilen.
Nicht kommentieren.
Nicht weiterverbreiten.

Jede Interaktion verstärkt die Reichweite genau jener Inhalte, die gezielt mit Angst und Schock arbeiten.

Fazit

Ein seriös klingender Seitenname ersetzt keine journalistische Arbeit.
Wer mit erfundenen Crime-Geschichten, Schockbildern und anonymen Quellen arbeitet, informiert nicht – er täuscht.

Mimikama warnt klar vor der Facebook-Seite „Erbe der Geschichte“.

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Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
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