Manhattans Staatsanwaltschaft hat zwölf Domains übernommen, weil auf ihnen laut Behörde sexualisierte Deepfake‑Bilder und ‑Videos von etwa 1.200 Menschen verkauft wurden. Betroffen sind überwiegend Frauen und bekannte Personen; die Ermittlungen gegen Betreiber:innen laufen.
Was ist passiert: Am 14. September 2026 ordnete die Staatsanwaltschaft Manhattan die Beschlagnahme von zwölf Domains an. Die Behörde sagt, auf den Seiten seien sexualisierte KI‑Manipulationen von rund 1.200 realen Personen veröffentlicht und verkauft worden. Die Seiten trieben ein kommerzielles Angebot aus Erstellung, Hosting, Werbung und Bezahlung.
Was ist ein Deepfake hier: Deepfakes sind mit KI erzeugte Bilder oder Videos, die Gesichter oder Körper realer Personen in andere Aufnahmen einsetzen. Für sexualisierte Deepfakes braucht es keine echten Nacktfotos – oft reichen öffentlich zugängliche Fotos als Ausgangsmaterial.
Reichweite und Unsicherheiten: Die Behörde nennt die Zahl der Betroffenen, benennt die Domains aber nicht öffentlich. WIRED fand in archivierten Seiten einzelne Videos mit zehntausenden Aufrufen, eine belastbare Gesamtreichweite fehlt. Unklar ist, welche Zahlungs‑ und Hosting‑dienste die Seiten nutzten und ob Personen aus Europa betroffen sind.
Was du tun kannst – wenn du betroffen bist oder Inhalte findest: Verbreite betreffendes Material nicht weiter. Dokumentiere URLs, Accountnamen und Zeitpunkte, ohne das Material erneut zu posten. Fordere Plattformen, Hostinganbieter und Suchmaschinen auf, Inhalte zu entfernen, und erstatte Anzeige. Eine Beschlagnahme bedeutet nicht automatisch Verurteilung – die Ermittlungen laufen weiter.
Quellen
- Manhattan District Attorney: Seizure of 12 websites selling AI-generated deepfakes, 14.09.2026
- WIRED: New York Seizes a Dozen Celebrity Deepfake Websites, 14.09.2026
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
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