Das Smartphone bleibt liegen, soziale Plattformen machen Pause. Eine am 26. September 2026 veröffentlichte Studie untersucht, was ein solcher „Digital Detox“ mit der Kaufabsicht im Social Commerce zu tun hat – also beim Einkaufen über soziale Plattformen.
Befragt wurden 297 Personen aus dem Mode- und Einzelhandelsbereich in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Bewusste digitale Pausen hingen statistisch mit geringerer digitaler Ermüdung zusammen. Geringere Ermüdung war wiederum mit einer höheren Kaufabsicht verbunden.
Bei Menschen mit stärker ausgeprägter Achtsamkeit war dieser Zusammenhang deutlicher. Die Ergebnisse widersprechen damit der einfachen Vorstellung, Plattformen müssten Menschen möglichst ohne Unterbrechung beschäftigen, um Käufe zu fördern. Zeitweiser Abstand könnte die spätere Aufmerksamkeit und Entscheidungsbereitschaft erhöhen.
Die Stichprobe ist klein und auf eine Branche sowie ein Land begrenzt. Die Autor:innen weisen darauf hin, dass sich die Ergebnisse kulturell und branchenspezifisch nur eingeschränkt übertragen lassen. Da die Untersuchung keine Entwicklung über längere Zeit verfolgt, belegt sie auch keine langfristige Wirkung.
Daueraufmerksamkeit ist nicht automatisch gute Aufmerksamkeit. Digitale Erschöpfung kann beeinflussen, wie Menschen Inhalte wahrnehmen und Entscheidungen treffen. Damit wird die Pause selbst zu einem Faktor in der Plattformökonomie.
Quellen
- Humanities and Social Sciences Communications / Nature: How digital detox influences purchase intention in social commerce: the mediating role of digital fatigue and the moderating role of mindfulness, 26. September 2026
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