Auf WhatsApp erscheint plötzlich die Meldung, das Konto habe gegen Regeln verstoßen. Bei Beschwerden aus Malaysia lag das teilweise nicht an den Nutzer:innen, sondern am System. Meta bestätigte am 3. Oktober 2026 einen technischen Fehler, der legitime Konten traf.
Der Fehler spielte laut Meta bei mehr als der Hälfte einer ersten Gruppe von Beschwerden eine Rolle, welche die malaysische Kommunikationsaufsicht MCMC übermittelt hatte. Meta behob ihn Ende September und stellte legitime Konten wieder her – teilweise noch bevor die Betroffenen selbst Einspruch eingelegt hatten.
Die Bestätigung gilt nicht für jede WhatsApp-Sperre. Meta nennt auch wiedervergebene Telefonnummern, tatsächlichen Spam, Betrugsaktivitäten und auffällige Nutzungsmuster als mögliche Gründe. Bei Business-Konten können viele Nachrichten an Personen, die dem Kontakt nicht zugestimmt haben, als Spam erkannt werden.
Für Österreich, Deutschland und die Schweiz ist derselbe technische Fehler nicht bestätigt. Meta hat auch nicht erklärt, welche automatische Erkennung falsch arbeitete. Aus den Fällen in Malaysia lässt sich daher keine weltweite Sperrwelle ableiten.
Automatische Systeme sollen große Mengen an Spam und Betrug erkennen. Der Fall zeigt aber, dass auch legitime Nutzung falsch eingestuft werden kann. Deshalb sind überprüfbare Einspruchswege besonders wichtig, wenn ein Messenger für private und geschäftliche Kontakte zentral ist.
Quellen
- Bernama: Meta Admits Technical Error Affected Some WhatsApp Accounts – MCMC, 3. Oktober 2026
- Free Malaysia Today: Meta admits technical glitch affected some WhatsApp accounts, 3. Oktober 2026
- Malay Mail: MCMC: Meta confirms technical error wrongfully suspended WhatsApp accounts in Malaysia, 3. Oktober 2026
- WhatsApp Help Center: About account bans, Stand 3. Oktober 2026
- Mimikama: Werden WhatsApp-Gruppen derzeit wirklich massenhaft gesperrt?, 14. Mai 2026
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