Übernommene WhatsApp-Konten locken Eltern mit erfundenen Kursen

Die Singapore Police Force meldet mindestens acht Fälle: Kriminelle übernehmen Schülerkonten und verlangen Gebühren für erfundene Jugendaustausche oder KI-Kurse.

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KURZMELDUNG · SINGAPUR

Auf WhatsApp schreibt das eigene Kind, es sei für einen Jugendaustausch oder KI-Kurs ausgewählt worden. Name, Profilbild und der bisherige Chat passen – doch das Konto wurde übernommen, und die Teilnahmegebühr landet bei Kriminellen. Die Singapore Police Force kennt seit September 2026 mindestens acht Fälle.

Die gemeldeten Fälle verursachten einen Gesamtschaden von mindestens 18.000 Singapur-Dollar. Um die Geschichte abzusichern, verschicken die Kriminellen angebliche Einverständniserklärungen mit Namen und Logos von Bildungseinrichtungen oder staatlichen Stellen. Teilweise versprechen sie, die Gebühr werde gefördert und später zurückerstattet.

Bezahlt werden soll über QR-Codes für PayNow, einen Bezahldienst in Singapur. Manche Opfer überwiesen danach erneut Geld, weil die erste Zahlung angeblich falsch verarbeitet worden sei. Aufgefallen ist der Betrug teilweise erst, als Eltern ihr Kind auf einem anderen Weg erreichten oder ihre Bank verdächtige Zahlungen meldete.

Die Singapore Police Force erklärt nicht, wie die acht WhatsApp-Konten übernommen wurden; für diese konkrete Masche sind derzeit auch keine Fälle in Österreich, Deutschland oder der Schweiz dokumentiert.

Die Masche verlegt den Angehörigenbetrug vom auffälligen Notfall in den vertrauten Schulalltag. Ein bekannter Chat, offizielle Logos und die Aussicht auf eine Rückerstattung greifen dabei ineinander – keines dieser Merkmale beweist, wer tatsächlich schreibt oder ob das Angebot echt ist.

Quellen

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