Die Behauptung
Die verbreiteten Aufnahmen zeigen tatsächlich einen Tesla Roadster bei kurzen Luftmanövern während einer Vorführung in Texas.
Aufgestellt von: https://www.youtube.com/watch?v=eqOfmtTJD1A
Wahr
Die Stunts fanden mit einem Prototyp vor Publikum statt, wie Top Gear im eigenen Vor-Ort-Bericht bestätigt. Laut Tesla hielten Lüfter den Wagen durch Unterdruck an der Rampe; Düsen mit komprimiertem Gas ermöglichten die Luftmanöver. Ob und wann ein Serienauto mit denselben Fähigkeiten ausgeliefert wird, ist nicht bestätigt.
Das Automagazin Top Gear war bei der Präsentation in Texas vor Ort. Autor Jack Scarlett beschreibt, wie der Roadster kopfüber fuhr und sich über eine Reihe anderer Tesla-Fahrzeuge drehte. Sein Bericht bestätigt damit, dass die Stunts vor Publikum stattfanden und nicht bloß als erfundene Videoszene existieren.
Die Vorführung fand am 15. Oktober 2026 auf dem SpaceX-Testgelände in McGregor statt. Die vollständige Veranstaltungsaufzeichnung ist auf YouTube als „Roadster Event“ veröffentlicht. Der ebenfalls verbreitete Beitrag von VideoFromSpace gehört zur Berichterstattung über diese Präsentation.
Wie das Auto kopfüber halten kann
Tesla erklärt die ungewöhnlichen Manöver mit zwei Systemen: Lüfter saugen Luft unter dem Wagen ab. Der entstehende Unterdruck soll ihn sogar im Stillstand kopfüber an einer geeigneten Fläche halten können. Für die Bewegungen in der Luft nutzt der vorgeführte Prototyp zusätzliche Kaltgasdüsen. Sie stoßen komprimiertes Gas aus und erzeugen so Schub, ohne einen Treibstoff zu verbrennen. Tesla beschreibt Düsen für Aufwärtsbewegungen und Drehungen sowie zur Stabilisierung in der Luft.
Ein Mensch saß bei den Stunts nicht am Steuer. Laut Space.com befand sich eine Puppe im SpaceX-Raumanzug auf dem Fahrersitz.
Was die Vorführung über ein späteres Serienauto aussagt
Die gezeigten Sprünge belegen keinen längeren kontrollierten Flug. Für das angekündigte Fahrzeug beschreibt Tesla mehrere Ausführungen: „Thrust“ soll zwei Sitze und zusätzliche Heckdüsen zur Beschleunigung haben. Die einsitzige „Rocket“-Ausführung soll die Luftmanöver ermöglichen und nur auf Einladung erhältlich sein. Tesla kennzeichnet sie als nicht für öffentliche Straßen zugelassen.
Das bestätigt auch Teslas US-Reservierungsvereinbarung vom 15. Oktober 2026: Ausstattung und Hardware werden noch entwickelt. Eine Reservierung ist ausdrücklich noch kein Kauf und keine Fahrzeugbestellung. Tesla garantiert laut dem Dokument weder den Lieferzeitpunkt noch, dass das Fahrzeug überhaupt ausgeliefert wird. Musk nennt laut Space.com 2028 als Ziel für den Produktionsbeginn; ein zugesagter Liefertermin mit feststehenden Flugfähigkeiten ergibt sich daraus nicht.
Quellen
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