Achtung, Anlagebetrüger am Telefon!

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Seit einigen Wochen verzeichnet das Dezernat für Wirtschaftkriminalität der Karlsruher Kriminalpolizei vermehrt Anzeigen im Bereich des Anlagebetrugs nach vorheriger telefonischer Kontaktaufnahme durch vermeintliche Anlagevermittler.

Hinter den Anrufen stecken Anlagebetrüger; darüber berichtet die Polizei Karlsruhe auch auf Facebook. Die Betrüger versuchen auf diese Art telefonisch – mit dem Versprechen auf traumhafte und sichere Gewinne – an das Geld von Anlegern zu gelangen.

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„Cold Calling“

Die erste Kontaktaufnahme mit dem potentiellen Opfer erfolgt in solchen Fällen durch die Täter unaufgefordert per Telefon, in Form des sogenannten „cold calling“. Die zumeist aus dem Ausland mit falschen Rufnummern und Identitäten operierenden Anlagebetrüger gaukeln beispielsweise vor, für kurze Zeit einem exklusiven Anlegerkreis Aktien mit einem hohen Rabatt verkaufen zu können und diese wenige Tage oder Wochen später zu einem garantierten höheren Festpreis wieder zurückzunehmen.

Mit dieser Täuschung werden die Opfer zu Geldüberweisungen auf durchweg im Ausland befindliche Konten verleitet. Die Betrüger lassen den Anlegern daraufhin gefälschte Anlage- und Renditebestätigungen per E-Mail oder Fax zukommen. Auch der anschließende Kontakt zwischen Betrügern und Opfern erfolgt ausschließlich telefonisch, per E-Mail oder über Fax.

Professionell aussehende Webseiten der Anlagebetrüger

Teilweise richten die professionell agierenden Betrüger aufwändige Webseiten im Internet ein, mit Hilfe derer sich die Opfer einloggen und auf vermeintlich „ihren Konten“ die simulierten Finanzanlagen und (stetige steigenden) Gewinne überwachen können. Nachdem die Anleger aufgrund der vorgespielten Renditebestätigungen Vertrauen geschöpft haben, sind sie oft zur Investition noch größerer Geldbeträge bereit.

Die Betrüger drängen die Opfer zu weiteren Einzahlungen mit der Begründung, dass unerwartete Probleme aufgetaucht seien, die mit Nachzahlungen ausgeräumt werden müssten. Das einbezahlte Geld ist in der Regel endgültig verloren und die angeblichen Finanzanlagen existieren in Wirklichkeit nicht.

Ratschlag von Spezialisten

Daher raten die Spezialisten der Kriminalpolizei bei hochrentablen und gleichzeitig als sicher angepriesenen Geldanlagen, die von fremden Personen oder Institutionen angeboten werden, äußerst misstrauisch zu sein. Solche Geldanlagen gibt es grundsätzlich nicht und sie werden unter seriösen Umständen auch nicht am Telefon angeboten. Es wird empfohlen, sich im Zweifelsfall mit der Hausbank in Verbindung zu setzen.

Quelle: PP/Polizei Karlsruhe

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