Facebook startet Faktenchecks nun auch bei WhatsApp

Zweifel an einer WhatsApp-Nachricht? Schicke sie an den Mimikama Chatbot für einen schnellen Faktencheck und erfahre die Wahrheit über Falschmeldungen

→Woran erkennt man WhatsApp-Betrug wie den „Hallo Mama"-Trick? Antworten finden Sie im Leitfaden WhatsApp-Betrug.

Zur Überprüfung von fragwürdigen Meldungen können WhatsApp-Nutzer diese künftig an einen Chatbot zum Faktencheck schicken.

Soziale Medien und auch Messengerdienste wie eben WhatsApp werden gern verwendet, um Falschmeldungen zu verbreiten, was sich spätestens während der Corona-Pandemie unter Beweis gestellt hat.

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Facebook hat nun beschlossen, die Dienste des Chatbots der Nachrichtenagentur AFP auch für WhatsApp zu integrieren.

Fragwürdige Meldung checken lassen

Erhält man in Zukunft eine Nachricht über WhatsApp, bei der man sich bezüglich des Wahrheitsgehalts des Inhalts nicht sicher ist, kann man diese an die Nummer 0172 2524054 übermitteln.

Empfänger ist der Chatbot, der den Inhalt der übermittelten Nachricht mit bereits überprüften Meldungen abgleicht und eine Rückmeldung gibt, wenn daran etwas nicht stimmt.

Für noch nicht bekannte Meldungen wird ein AFP-Redakteur eingesetzt, der den Bot da unterstützt, wo dieser selbst keine Lösung findet.

Facebook und WhatsApp führend bei Fake-News

Laut Statista führen Facebook samt seiner zugehörigen Dienste wie eben auch WhatsApp die Liste der Plattformen an, die für die Verbreitung von Fake-News genutzt werden. Einzig das Wasser reichen kann ihnen hier Telegram, führt Statista weiter aus. Allerdings findet hier weder Moderation noch Kontrolle statt, was die Querdenker-Bewegung dazu veranlasst hat, Telegram verstärkt für ihre Kommunikation zu nutzen.

Presseaussendung der AFP

Am 23. August gab die AFP zu dieser Neuerung eine Presseinformation heraus.

“Hiermit handelt es sich um eine wichtige Entwicklung für AFPs globale und erfolgreiche Faktencheck-Strategie. Gerade im Wahljahr ist es wichtig, dass Falschinformationen aus privaten Gruppen auf Whatsapp sichtbarer werden”, erklärt AFP Global News Director Phil Chetwynd.

Mit den Faktenchecks, die über einen Chatbot abgewickelt werden, möchten sie Menschen da erreichen, wo sie sich online täglich aufhalten, denn rund 80 Prozent der deutschen Internetnutzer verwenden WhatsApp.

„Die Künstliche Intelligenz unseres Chatbots lernt mit jeder Anfrage dazu. Mit seiner Hilfe können wir schnell und zielsicher auf eine große Menge an Anfragen reagieren“, sagt Max Biederbeck, Ressortleiter Faktencheck für Deutschland, Österreich und die Schweiz. „Bei der vergangenen Bundestagswahl fürchteten Expertinnen und Experten noch den Einfluss von unkontrollierbaren ‘Dark Social’-Kanälen auf den Wahlkampf. Wir geben Usern ein ideales Instrument gegen Falschinformationen an die Hand, die sich bisher ungehindert auf Whatsapp ausbreiten konnten.“

Das könnte dich auch interessieren: Facebook-Auswertung: meistgeklickter Statusbeitrag war ein Fakenews-Artikel!

Quelle: golem.de, AFP


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)