Die Stadt Berlin richtet ein zusätzliches Krankenhaus eigens für COVID-19-Infizierte ein. Es soll Platz für bis zu 1.000 Patienten bieten.

Berlin plant zusätzliches Krankenhaus für COVID-19-Patienten

Das Krankenhaus soll Platz für bis zu 1.000 Patienten bieten.
Es soll ausschließlich zur Vermeidung eines realen Engpasses genutzt werden.

Der Berliner Senat hat gestern, dem 17. März 2020, umfangreiche Maßnahmen zur Vorbereitung der Behandlung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten beschlossen.

In einer Presseaussendung erklärt Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Folgendes:

„Die Gesundheitsverwaltung hat sich gemeinsam mit den Berliner Krankenhäusern auf die Behandlung von Corona-Patientinnen und -Patienten frühzeitig vorbereitet. Es gibt ein dreistufiges System, das die Arbeitsteilung zwischen den Krankenhäusern regelt. Darüber hinaus wurde verabredet, dass die Krankenhäuser ihre Kapazitäten für intensivmedizinische Behandlungen mit Beatmung erweitern.

Heute hat der Senat zwei weitere Maßnahmen beschlossen, die darüber hinaus die Kapazitäten erweitern. Zum einen werden die Krankenhäuser per Rechtsverordnung verpflichtet, die planbaren OPs zu verschieben, um für mögliche COVID-19-Patientinnen und -Patienten frühzeitig Kapazitäten zu schaffen.

Der Senat ist heute meinem Vorschlag gefolgt, die Einrichtung eines COVID-19-Krankenhauses mit Kapazitäten bis zu 1.000 Patientinnen und Patienten in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und anderen Partnern zu initiieren. Diese Maßnahme ist eine Ergänzung zu der gut aufgestellten Berliner Krankenhauslandschaft, um möglichen Engpässen zu begegnen.“

Aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie wird es auch in Berlin mehr COVID-19-Erkrankte geben. Das höchste Patientenaufkommen ist vermutlich – je nach weiterem Verlauf der SARS-CoV-2-Pandemie in Deutschland – in den nächsten Monaten zu erwarten.

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Um mögliche Engpässe in der klinischen Versorgung zu verringern, soll in Berlin die Kapazität der stationären Versorgung um 1.000 zusätzliche Betten erweitert werden. Hierfür wird ein Projekt eingerichtet mit einer Projektleitung und einer Projektgruppe.

Hierfür werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  1. Mit den Berliner Notfallkrankenhäusern und Notfallzentren wurde eine Arbeitsteilung zur Patientensteuerung und zum Ressourceneinsatz beschlossen. Hierfür werden die Berliner Notfallkrankenhäuser und Notfallzentren in insgesamt drei Versorgungsstufen zugeordnet, in denen die COVID-19-Patientinnen und -Patienten in Abhängigkeit der Erkrankungsschwere bedarfsgerecht versorgt werden.
  2. Die Berliner Notfallkrankenhäuser und Notfallzentren wurden aufgefordert, insbesondere die Kapazitäten für intensivmedizinische Versorgung und Intensivbeatmungskapazitäten erheblich zu erhöhen.
  3. Die Berliner Notfallkrankenhäuser und Notfallzentren wurden aufgefordert, alle elektiven Versorgungen, soweit medizinisch vertretbar, zurückzustellen, zu verschieben oder abzusagen, um insbesondere personelle Ressourcen und stationäre Kapazitäten für COVID-19-Patienten zu schaffen und zu konzentrieren.
  4. Es wird ein zusätzliches COVID-19-Krankenhaus in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und weiteren Partnern eingerichtet werden. Dieses Krankenhaus soll ergänzend und ausschließlich zur Vermeidung eines realen Engpasses genutzt werden und leicht Erkrankte mit der Notwendigkeit der stationären Versorgung sowie Notfallbeatmungspatientinnen und -patienten versorgen.

Passend zum Thema: Berlin: Verordnung zur Untersagung von Veranstaltungen (Coronavirus SARS-CoV-2)

Quelle: Berlin – Der Regierende Bürgermeister; Senatskanzlei
Artikelbild: Naeblys / Shutterstock


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