Mit einer gefälschten Microsoft-Warnung fordern Kriminelle, dass Sie telefonisch Kontakt mit einem Support-Center aufnehmen.
Wie unser Kooperationspartner Watchlist Internet berichtet, teilt dieses dubiose Support-Center den Opfern mit, dass ihr Computer mit Schadsoftware befallen sei. Aus diesem Grund sollen sie ein Programm herunterladen und für die Hilfestellung bezahlen. Kommen die Konsument/innen der Aufforderung nach, verlieren sie Geld und infizieren ihr Endgerät mit Schadsoftware.
Während des Internet-Surfens können Nutzer/innen ungewollt eine Website öffnen, die den Browser blockiert. Sie behauptet fälschlicherweise, dass sie von Microsoft ist und benennt einen angeblichen Fehler:
Beachtung !!
***FEHLER # AP7MQ79. ***
Sofort anrufen :
071 14905 0840 (24h/24 7j/7)
(kostenlos)Ignorieren Sie diese kritische Warnung nicht. Wenn Sie diese Seite schließen, wird Ihr Computerzugriff deaktiviert, um weitere Schäden an unserem Netzwerk zu verhindern.
Ihr Computer hat uns darauf hingewiesen, dass er mit einem Virus und Spyware infiziert wurde. Die folgenden Informationen können verloren gehen:
1. Passwörter
2. Browserverlauf
3. Sensible Informationen (Kreditkarten)
4. Dateien auf der Festplatte.t).Kontaktieren Sie uns umgehend, damit unsere Techniker Sie durch den Prozess der Entfernung des Telefons führen können. Bitte rufen Sie uns innerhalb von 5 Minuten an, um zu verhindern, dass Ihr Computer deaktiviert wird.
Der angebliche Warnhinweis greift auf Bild-Marken von Microsoft zurück und täuscht vor, echt zu sein:

Wie geht es weiter?
Computer-Nutzer/innen, die der Aufforderung nachkommen und sich mit dem angeblichen Microsoft-Support in Verbindung setzen, werden aufgefordert, ein Programm auf ihrem Endgerät zu installieren. Es ermöglicht dem Gegenüber einen Fernzugriff auf den fremden Computer. Anschließend sollen Nutzer/innen Befehle ausführen, die Fehler-Meldungen hervorbringen. Sie sind angeblich ein Beleg dafür, dass der Computer – so wie in der Anzeige behauptet – mit Schadsoftware befallen ist. Konsument/innen sollen deshalb ein Programm herunterladen, das Abhilfe schaffen kann.
Dafür müssen sie auf einer Website Ihre Kreditkartendaten bekannt geben und Geld bezahlen. Kommen Sie der Aufforderung nach, verfügen Unbekannte über ihre Bankdetails und können Bargeldüberweisungen ins Ausland durchführen. Hinzu kommt, dass der betrügerische Support unbemerkt von seinen Opfern Schadsoftware installieren, Zugangsdaten stehlen oder Dokumente verschlüsseln kann.
Woran erkennen Sie die gefälschte Microsoft-Benachrichtigung?
Microsoft warnt seine Nutzer/innen nicht auf Websites davor, dass ihr Computer mit Schadsoftware infiziert ist. Dafür bietet es seinen Kund/innen „Windows Defender Antivirus“ oder „Windows Defender Offline“ an. Die Programme sind lokal am Computer installiert und überprüfen laufend Aktivitäten am PC. Entdecken Sie Schadsoftware, entfernen Sie diese nach einer Warnung an die Besitzer/innen.
Sie sind in die Falle getappt?
Sollten Sie auf den betrügerischen Support hereingefallen sein, gehen Sie bitte wie folgt vor:
- Deinstallieren Sie das Programm, das Ihnen der Support installiert hat.
- Aktualisieren Sie Ihr Betriebssystem und sein Antivirenprogramm.
- Untersuchen Sie Ihren Computer auf Schadsoftware und entfernen Sie alle bösartigen Programme, die es findet.
- Ändern Sie sämtliche Passwörter Ihrer Benutzerkonten. Andernfalls können Kriminelle nach wie vor Zugriff darauf haben.
- Nehmen Sie mit Ihrem Kreditkarteninstitut Kontakt auf und fordern Sie eine Rückbuchung von zu Unrecht abgebuchten Geldbeträgen.
Die Watchlist Internet empfiehlt:
Reagieren Sie auf keine angeblichen Microsoft Support-Nachrichten, die davor warnen, dass Ihr Computer mit Schadsoftware befallen ist. Sie sind betrügerisch und stammen von Kriminellen, die bösartige Programme auf ihrem Computer installieren und dafür von Ihnen Geld haben wollen!
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