Weißt du, mit wem du es im Internet wirklich zu tun hast? Das ist eine berechtigte Frage, denn der Betrug mit Identitätsdiebstahl nimmt zu!

Mehrere hundert Anzeigen im Monat wegen Warenkreditbetrugs werden derzeit allein bei der Berliner Polizei registriert. Martin Halweg vom Landeskriminalamt Berlin bestätigte dem rbb den Anstieg der Fälle und erklärte, dass diese Betrugsmasche kaum aufzuklären ist. Die Täter haben es leicht, an real existierende Adressen und Personendaten heranzukommen – mit Datendiebstahl im Internet oder auch mit dem Durchsuchen von Mülltonnen.

„Wir stellen oft fest, dass sich Täter im Altpapiermüll zu schaffen machen und dort alte Briefe herausholen, die Personaldaten dort abschreiben und nutzen.“

Dann bestellen die Betrüger unter falschem Namen Waren auf Rechnung im Internet. Für die Bestätigung geben sie eine extra dafür angelegte Email-Adresse an. An diese wird auch die Sendungsverfolgung geschickt, so dass die Täter wissen, wann genau die Lieferung zum Empfänger kommt. Der Paketbote wird an der Haustür abgefangen, bevor er klingelt. Die Täter geben sich als Mieter des Hauses aus, zeigen sogar ihre Handys mit dem Emailverlauf zum Bestellvorgang, um das Vertrauen des Paketboten zu erlagen.

Möglich wird die Masche, wenn Paketboten sich nicht die Zeit nehmen, bei jeder Zustellung einen Identitätsnachweis zu fordern. DHL erklärte gegenüber dem rbb:

„Bei einer Übergabe auf der Straße muss sich der Empfänger zwingend ausweisen. (…) Richtig ist aber auch: Wir stellen mehrere Millionen Pakete pro Tag zu – da geschehen leider auch Fehler.“

Betroffene sollten die Rechnungen nicht bezahlen und umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten und den Anbieter im Internet das Aktenzeichen mitteilen. Kämen Inkassoforderungen, so sollten die Geschädigten diesen widersprechen.

Das Verbrauchermagazin „SUPER.MARKT“ schildert das Schicksal einer Berliner Rentnerin, die noch nie etwas im Internet bestellt hat. Sie bekommt Rechnungen von über viertausend Euro für Bestellungen, die angeblich ihr Mann ausgelöst habe. Der aber ist seit mehr als 20 Jahren tot. Inzwischen ist sie auch mit Inkassoforderungen konfrontiert.

Mehr Informationen unter Verbrauchermagazin SUPER.MARKT.

[mk_ad]

Das könnte auch interessieren: Achtung: Identitätsdiebstahl durch betrügerische Jobangebote

Quelle: rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg
Artikelbild: Preechar Bowonkitwanchai / Shutterstock


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:

📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.

Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!

* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)