Ein australisches Forscherteam hat eine innovative Lösung entwickelt, um Telefonbetrüger in die Irre zu führen und ihnen das Handwerk zu legen: „Apate“. Die neue Methode nutzt künstliche Intelligenz (KI), um die Anrufe der Betrüger zu beantworten und sie mit endlosen, sinnlosen Gesprächen zu beschäftigen. Das System, das nach der griechischen Göttin der Täuschung „Apate“ benannt wurde, zeigt bereits vielversprechende Ergebnisse.

Entwicklung des Chatbot-Systems

Professor Dali Kaafar von der Macquarie University und sein Team hatten die Idee, einen Chatbot zu entwickeln, der betrügerische Anrufe entgegennimmt und die Betrüger von weiteren, betrügerischen Gesprächen abhält. Alles begann, als Kaafar selbst einen solchen Anruf erhielt und den Betrüger 40 Minuten lang mit schlechten Witzen und wirrem Geplapper beschäftigte. Die Idee war geboren: Warum sollte diese Aufgabe nicht eine Maschine übernehmen?

Training des Chatbots

Das Team analysierte zahlreiche betrügerische Telefonanrufe und legte dabei besonderes Augenmerk auf die von den Betrügern verwendeten Social-Engineering-Techniken. Mit Hilfe von maschinellem Lernen konnten sie typische Betrugsskripte identifizieren und den Chatbot entsprechend trainieren. Der Bot ist nun in der Lage, fließend zu sprechen, verschiedene Persönlichkeiten anzunehmen und ein realistisches Gespräch zu führen.

Einsatz und Wirkung von Apate

In Australien wird das System bereits getestet. Die Forscher haben mehrere Telefonnummern im Internet verbreitet und in bekannten Spam-Apps angegeben. Wird eine dieser Nummern angerufen, übernimmt die KI das Gespräch. Die Bots reagieren geschickt auf verschiedene Situationen und lernen ständig dazu, um die Gespräche zu verlängern. Derzeit dauert ein Telefonat mit einem Apate-Bot durchschnittlich fünf Minuten, wobei das Ziel darin besteht, diese Zeit noch weiter zu verlängern.

Erfolge und künftige Anwendungen

Erste Tests zeigen, dass die Bots sehr effektiv sind. Sie können Betrügern glaubhaft vorgaukeln, echte Opfer zu sein und so wertvolle Zeit der Betrüger stehlen. Angesichts der globalen Herausforderung durch Telefonbetrug könnte diese Technologie weltweit eingesetzt werden. Der wirtschaftliche Schaden durch solche Betrügereien wird auf 55 Milliarden US-Dollar pro Jahr geschätzt.

Fragen und Antworten zu Apate und Telefonbetrug

Was ist das Hauptziel von Apate?
Das Hauptziel des Apate-Systems ist es, Telefonbetrüger durch lange, sinnlose Gespräche abzuschrecken und ihnen wertvolle Zeit zu stehlen, damit sie weniger Gelegenheit haben, echte Opfer zu betrügen.

Wie arbeitet der Chatbot technisch?
Der Chatbot nutzt maschinelles Lernen und wurde anhand zahlreicher betrügerischer Telefonanrufe trainiert. Er kann fließend sprechen, verschiedene Persönlichkeiten annehmen und glaubwürdig auf die Betrugsversuche der Anrufer reagieren.

Ist das System weltweit einsetzbar?
Ja, das Apate-System kann in jeder Sprache und mit jedem Akzent trainiert werden und ist somit weltweit einsetzbar. Da Telefonbetrug ein globales Problem ist, könnte diese Technologie international wertvolle Dienste leisten.

Wie lange dauert eine Unterhaltung mit einem Apate-Bot?
Derzeit dauert ein Gespräch mit einem Apate-Bot durchschnittlich fünf Minuten. Ziel ist es, diese Gespräche auf bis zu 40 Minuten zu verlängern, um Betrüger noch effektiver zu stoppen.

Was sind die Zukunftspläne für das Apate-System?
In Zukunft sollen Anrufe von Betrügern automatisch an die Apate-Bots weitergeleitet werden, um die Betrugsindustrie langfristig lahm zu legen. Dies könnte durch Kooperationen mit Telefonanbietern und Sicherheitsbehörden erreicht werden.

Fazit

Die australischen Forscher haben mit ihrem Apate-System eine bahnbrechende Methode entwickelt, um Telefonbetrügern wirksam das Handwerk zu legen und ihre Machenschaften zu vereiteln. Diese innovative Lösung zeigt, wie künstliche Intelligenz eingesetzt werden kann, um ein globales Problem zu bekämpfen und potenziell Schäden in Milliardenhöhe zu verhindern. Langfristig könnte das Apate-System dazu beitragen, Telefonbetrug weltweit deutlich zu reduzieren und die Sicherheit der Menschen zu erhöhen.

Quelle: derStandard

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